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MDAX: Sofortige Rallye oder die Bären haben gewonnen

Da das Index-Trading beim MDAX weniger stark ausgeprägt ist als beim DAX, hier in der zweiten Reihe mehr die Trends der einzelnen Aktien innerhalb des Index dominieren, wirkt das Chartbild des MDAX auf Tagesbasis relativ „zerfasert“. Aber das ändert sich, wenn man sich das längerfristige Bild auf Wochenbasis ansieht. Dann wird auf den ersten Blick sehr deutlich, dass es für die Bullen jetzt äußerst eng wird. Bereits vergangene Woche wurde die 200-Tage-Linie gebrochen, aber das ist das kleinere Problem, denn das war bereits im ersten Quartal geschehen, ohne zusätzlichen Druck auf den Index auszuüben. Anders sieht es jedoch mit der noch aus dem Februar 2016 stammenden Aufwärtstrendlinie aus. Deren Relevanz wurde längst bestätigt, indem sie im Herbst 2016 ebenso wie im März/April dieses Jahres als effektive Stütze fungierte. Und genau diese Linie droht jetzt zu brechen. In der vergangenen Woche war es gerade noch gelungen, den bereits darunter gerutschten MDAX zum Wochenschluss wieder an diese Linie heranzubringen. Aber aktuell notiert er erneut darunter. Da müsste jetzt also heute und morgen eine kleine Rallye auftauchen, um den Index per Freitagabend wieder über diese aktuell bei 25.920 Punkten verlaufende Linie zu heben. Wie stehen die Chancen?

Expertenmeinung: Allzu gut sind sie nicht. Denn was die im MDAX versammelten Aktien der „zweiten Reihe“, unter denen sich viele sehr exportabhängige Unternehmen befinden, derzeit unter Druck setzt, ist die Sorge, dass die Eskalation des Handelskrieges das Wachstum ausbremsen und viele Exporteure in die Bredouille bringen wird. Und morgen wäre der Termin, an dem diese Eskalation mit dem Inkrafttreten der US-Strafzölle gegen China in die nächste Runde gehen würde. Ein Einlenken Donald Trumps, zumindest ein Aufschub der Maßnahmen würde wohl eine solche „Rettung“ des MDAX-Aufwärtstrends auslösen können. Aber bliebe das aus, dürften sich eher nicht genug Käufer finden, die in dieser Situation entschlossen zugreifen. Denn dieser Wochenchart zeigt auch, dass der Bruch der Trendlinie den Weg zu einer Toppbildung freigeben würde. Und die nächsten potenziellen Unterstützungen bei 24.808 und 24.220 Punkten wären, sollte sich die wachsende Verunsicherung weiterhin in Verkäufen äußern, schnell unterboten, weil nicht wirklich weit entfernt. Würden die USA in letzter Minute Einsicht zeigen und die Strafzölle aufschieben oder stornieren, der MDAX würde, sollte es gelingen, diese Trendlinie zum Wochenschluss doch noch halten, eine zumindest kurzfristige Trading-Chance auf der Long-Seite offerieren, Aber alles, was weniger als die Verteidigung dieser Linie wäre, würde den Index in der derzeit bärischen Einschätzung halten.

Chart vom 04.07.2018, Kurs 25.664,07 Punkte, Kürzel MDAX

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