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Caterpillar: Wenn „America First“ zum Bumerang wird …

Nach Donald Trumps Wahlsieg war man unter US-Investoren mehrheitlich der Ansicht, dass US-Unternehmen wie Caterpillar dadurch fast eine Lizenz zum Gelddrucken bekommen hätten. Vor allem als man sah, wie der US-Dollar nach Trumps Amtsantritt wie von Geisterhand und trotz steigender US-Leitzinsen immer tiefer ging und den Exporteuren dadurch immer höhere Gewinnmargen bescherte. Und dann war da ja noch das gigantische Infrastrukturprogramm, das Trump im Wahlkampf avisierte und für Baumaschinenhersteller wie Caterpillar wie eine Garantie auf immens steigende Umsätze wirkte. Was konnte da schon schiefgehen! Der Anstieg der Aktie wurde immer steiler, bis im Januar bei 173,18 US-Dollar ein neues Rekordhoch markiert wurde – was eine Kursverdoppelung seit der US-Wahl im November 2016 bedeutete. Aber seither sieht das Kursbild der Aktie wie eine Art kontrollierter Rückbau überzogener Erwartungen aus. Und es wäre gut möglich, dass das, was die Aktie seit dem Rekordhoch bislang abgegeben hat, nur ein Anfang eines längeren Abwärtsimpulses wäre. Denn was vorher für Caterpillar sprach, wendet sich jetzt gegen die Bullen.

Expertenmeinung: Die Bilanz des ersten Quartals, Ende April veröffentlicht, traf bereits auf eine konsolidierende Aktie, aber seither werden die Anleger wirklich nervös. Denn die da präsentierten Gewinne waren zwar äußerst stark und sorgten zunächst für eine Rallye … doch das änderte sich, als vom Unternehmen als Ergänzung zum Zahlenwerk mitgeteilt wurde, dass man, was die Gewinnmargen angeht, wohl den Zenit erreicht habe. Die Aktie stürzte ab, erholte sich im Mai wieder, kam aber im Juni erneut unter die Räder. Und die Unterstützung bei 138 US-Dollar, die Tiefs vom April und Mai, sind bereits unterboten, wie dieser Chart auf Wochenbasis zeigt. Der Grund für diese Schwäche liegt darin, dass der Abstieg des US-Dollars mittlerweile beendet ist, das Infrastrukturprogramm weiterhin in der Schublade ruht und die berechtigte Angst umgeht, dass Caterpillar zu den US-Unternehmen gehört, für die Trumps „America First“-Politik zum Bumerang wird, weil sich Gegenmaßnahmen auf die US-Strafzölle auch gegen die Produkte von Caterpillar richten könnten. Dass man sich ggf. auch die Blue Chip-Unternehmen des Dow Jones als Ziel von Gegenmaßnahmen aussuchen könnte, wurde von China bereits angedeutet. Käme es dazu, würden Caterpillars Gewinnmargen in der Tat abstürzen. Dann wäre auch die nächstliegende, potenzielle Auffanglinie, die untere Begrenzung des 2016er-Aufwärtstrendkanals bei 126 US-Dollar, keine Marke, die einen Exodus der Bullen aufhalten müsste.

Chart vom 03.07.2018, Kurs 133,83 US-Dollar, Kürzel CAT

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