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Dow Jones: Jetzt brennt es richtig!

Zwei Jahre lang wurde die 200-Tage-Linie des US-Index-Flaggschiffs Dow Jones nicht mehr auf Schlusskursbasis unterschritten. Das letzte Mal war das unmittelbar nach dem britischen Referendum Ende Juni 2016 – das ist lange her. Und auch da gab es nur einen einzigen Tag mit einem Schlusskurs unterhalb dieses wichtigen gleitenden Durchschnitts, danach zog der Index umgehend und kräftig wieder an. Doch diesmal ist der Wurm drin. Dass es nach Anfang April und Anfang Mai schon zum dritten Test der 200-Tage-Linie binnen drei Monaten kommt, ist ohnehin problematisch, denn normalerweise wird das Touchieren der 200-Tage-Linie von vielen mittel- und langfristigen Investoren als Kaufgelegenheit gesehen und deren Verteidigung zieht einen kräftigen Aufwärtsimpuls nach sich. Das war zwar nach den ersten beiden Tests dieses Jahres ebenso der Fall, aber diese Rallyes hielten nicht vor. Dass der Dow Jones jetzt seit Tagen außerstande ist, sich von dieser Linie zu lösen und am Dienstag schon der dritte Versuch, diese Linie endlich unter sich zu lassen, in einem Intraday-Turnaround mit Schlusskurs unterhalb der 200-Tage-Linie endete, ist ein haushohes Warnsignal. Denn Nerven und Geduld derer, die derzeit versuchen, diese Unterstützung zu verteidigen, ist keinesfalls unbegrenzt. Zumal diese Linie nicht die einzige ist, die dadurch im Feuer steht:

Expertenmeinung: Knapp unter dieser aktuell bei 24.344 Punkten verlaufenden Linie liegt die „Trump-Linie“, eine Aufwärtstrendlinie, die vom Tag nach der US-Wahl unter dem Zwischentief von Anfang Mai verläuft. Sie symbolisiert die durch Donald Trumps Wahlsieg und seine Wachstum versprechenden Pläne ausgelöste Hausse. Bricht sie, wäre das wie ein Symbol für das Scheitern dieser Pläne oder doch zumindest des Optimismus hinsichtlich deren Effekt. Diese Linie liegt mit 24.130 Punkten ebenfalls brisant nahe. Würde der Dow Jones auch nur unter das Tagestief des Montags rutschen, wäre auch dieser Aufwärtstrend gebrochen. Zwar wären das Mai-Tief bei 23.530 und die Tiefs von Anfang Februar (23.361 Punkte) und Anfang Mai (23.344 Punkte) weitere potenzielle Unterstützungen in relativer Nähe. Aber den Investoren dürfte völlig klar sein: Brechen die 200-Tage-Linie und die Trump-Linie, wird damit auch die noch verbliebene Zuversicht wegbrechen. Dann wäre nach unten nichts unmöglich, das bisherige Jahres-Verlaufstief bei 23.344 Zählern wohl eher eine Etappe als ein Ziel eines Abverkaufs. Und der Stichtag des 6. Juli, an dem mit dem Inkrafttreten der US-Strafzölle gegen China durch dessen Bumerang-Wirkung ein heftiger Schlag gegen den ohnehin nicht gerade solide wirkenden Wachstumspfeiler der US-Wirtschaft erfolgen würde, ist nahe … denn der 6. Juli wäre bereits übermorgen. Hier nach dem heutigen Feiertag noch die Kurve nach oben zu bekommen, wird damit zusehends schwieriger.

Chart vom 03.07.2018, Kurs 24.174,82 Punkte, Kürzel INDU

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