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Alibaba: Wer hat Angst vor dem Weißen Haus?

Je näher der 6. Juli rückt, desto nervöser werden die Aktionäre des chinesischen Online-Riesen Alibaba. Der in vielen Bereichen tätige Onlinehändler könnte, so die Befürchtung, leicht zwischen die Mühlsteine des politischen Zwists der USA und Chinas um Handelsbeschränkungen geraten. Denkbar wäre eine Beschränkung des Handels in den USA, möglich wären auch Einschränkungen durch chinesische Gegenmaßnahmen. Freitag, der 6. Juli ist der Stichtag, an diesem die US-Strafzölle auf chinesische Waren in Kraft treten sollen. Und bislang gibt es noch keine Hinweise, dass das Weiße Haus dahingehend einen Aufschub vornimmt oder gar einen Rückzieher macht. Ob Alibaba darunter nennenswert leiden würde, lässt sich im Vorfeld nicht ermessen – und genau das steigert die Unruhe unter den Anlegern noch. Ungewissheit lässt die Käufer an der Seitenlinie warten und das Bären-Lager hätte freie Bahn … wenn die Lage zwischen China und den USA tatsächlich eskalieren sollte. Was gerade mit Blick auf die unvorhersehbaren Entscheidungen aus dem Weißen Haus niemand sicher abschätzen kann.

Expertenmeinung: Die Alibaba-Aktie hatte gerade erst Anfang Juni neue Allzeithochs erreicht, die im Januar nur kurz überbotene, runde Marke von 200 US-Dollar deutlicher überwunden. Doch dieser Ausflug auf neue Rekordlevels endete in einem kleinen Doppeltopp, dessen Nackenlinie genau auf Höhe dieser runden Marke von 200 US-Dollar lag. Der darauf folgende Abwärtsimpuls trug die Aktie an die aktuell bei 185,45 US-Dollar verlaufende 200-Tage-Linie, die bislang zumindest einigermaßen gehalten werden kann. Aber sollte diese Linie fallen, wofür das tatsächliche Inkrafttreten der US-Strafzölle durchaus ein Auslöser sein kann, würde Alibaba wohl schnell in einer für eine mittelfristige Trendwende relevanten Unterstützungszone landen. Die liegt zwischen 160 und 169 US-Dollar und ist durch so viele Umkehrpunkte definiert, dass sie in einem normalen Umfeld halten sollte, immerhin ist Alibaba auf einem soliden Wachstumskurs. Aber diese derzeitige Situation ist eben nicht normal – ein Bruch dieser Auffangzone wäre daher jederzeit denkbar und würde ein markantes Short-Signal auslösen.

 

Chart vom 03.07.2018, Kurs 184,75 US-Dollar, Kürzel BABA

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