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OSRAM: Eine zweite Gewinnwarnung – das war vernichtend

Ein Minus von 21,66 Prozent bei einer Aktie, die sich im Vorfeld ohnehin schon gegenüber dem am Jahresanfang markierten Allzeithoch halbiert hatte, das ist ein vernichtendes Urteil der Marktteilnehmer. Aber die Nachricht, die am gestrigen Donnerstag unverhofft über die Ticker lief, war durchaus angetan, einen solchen totalen Ausverkauf zu verursachen. Denn zwei Umsatz- und Gewinnwarnungen innerhalb von zwei Monaten, das deutet zweierlei an: Erstens, dass die Lage in der Tat ernst ist. Und zweitens, dass die Unternehmensführung offenbar die Entwicklung nicht überschauen kann. Ob das jetzt am Vorstand liegt oder an den Rahmenbedingungen, ist den Anlegern dabei egal. Klar ist nur eines: OSRAMs ursprüngliche Jahresprognosen schmelzen dahin wie Eis in der Sonne. Aus der ursprünglichen Prognose eines Umsatzwachstums von 5,5 bis 7,5 Prozent wurden Ende April 3,0 bis 5,0 Prozent, gestern wurden noch +1,0 bis 3,0 Prozent ausgerufen. Und was den erwarteten Gewinn angeht, kam es noch drastischer. Der Korridor sank von 2,40 bis 2,60 Euro pro Aktie zu Jahresbeginn über 1,90 bis 2,10 Euro Ende April auf jetzt nur noch 1,00 bis 1,20 Euro. Und die Ursache für das erneute Kappen der Prognosen ist etwas, das die Anleger insgesamt aufhorchen lassen sollte:

Expertenmeinung: Eine Marktabschwächung im Automobilbereich und die Verschiebung von Projekten seien ursächlich dafür. Was andeutet, dass die Konjunktur – und das weltweit, denn OSRAM agiert ja beileibe nicht nur in Deutschland – bereits jetzt ins Rutschen gerät, auch ohne die befürchteten Strafzoll-Wellen. Solche Nachrichten sind Warnsignale. Aber dass die sich letzten Endes auf die Gesamtwirtschaft ausdehnen, hilf der OSRAM-Aktie natürlich wenig. Die Aktie, die am Morgen noch die Chance hatte, die Unterstützungszone 42,60/43,20 Euro zumindest zum Wochenschluss zu verteidigen, wurde ohne Gegenwehr nach unten durchgereicht. Was angesichts einer solchen Nachricht nicht überraschen darf, denn wer wollte da in ein derart schnell fallendes Messer die Hand aufhalten? Jetzt ist bereits das Jahrestief 2016 bei 34,25 Euro leicht unterboten, der Punkt, von dem aus die große Rallye der Aktie mit dem Rückenwind hervorragender Umsatz- und Gewinnperspektiven gestartet war. Jetzt liegen die in Scherben. Daher wäre es riskant darauf zu setzen, dass es gelingt, dieses 2016er-Tief zu verteidigen. Bevor die Aktie nicht eine glaubwürdige Bodenbildung präsentiert, kann es jederzeit noch ein Stück tiefer gehen.

OSR_2018_06_29

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