Börsenblick

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Dow Jones: Von der 200-Tage-Linie hängt jetzt alles ab

Eigentlich ist es ja nur der gleitende Durchschnitt der Schlusskurse der letzten 200 Börsentage, um den beim Dow Jones gerade gerungen wird. Nur eine rein rechnerische Orientierungslinie, die grob die Trendrichtung anzeigt und indiziert, ob sich ein Kurs in einem grundsätzlich eher positiven oder negativen Terrain bewegt. Es gäbe viele andere Möglichkeiten zu urteilen, ob ein Index wie in diesem speziellen Fall der Dow Jones bullisch oder bärisch ist, ob man da noch einsteigen kann oder besser das Weite suchen sollte. Aber:

Diese 200-Tage-Linie hat eben Symbolcharakter, ist für viele Investoren die Scheidemarke zwischen dem grundsätzlichen Kauf oder dem Verkauf von Aktien. Und weil das jeder weiß, wird seitens derer, die einen stabilen Aufwärtstrend und steigende Kurse brauchen, alles darangesetzt, diese Linie zu verteidigen, wenn sie touchiert wird. Bereits zweimal in diesem Jahr kam es dazu, Anfang April und Anfang Mai. Dass zwei Tests zeitlich so nahe beieinander liegen, ist eher ungewöhnlich. Nachdem es aber in beiden Fällen gelang, den Dow Jones sofort wieder nach oben wegzuziehen, waren viele beruhigt. Doch jetzt ist der Index erneut an dieser Linie angekommen. Das macht die Sache brenzlig. Denn natürlich sind viele Akteure grundsätzlich bereit, an dieser Linie zu kaufen. In der Erwartung, den Trend zu stabilisieren und zugleich mit kurzfristigen Trades guten Gewinn zu machen, wenn die Linie wieder einmal zum Sprungbrett für einen größeren Aufwärtsimpuls wird. Doch was, wenn es schiefgeht?

Gerade an dieser Linie ist es nur ein kleiner Schritt von der Entscheidung, mit allem, was da ist, zuzulangen oder blitzschnell auszusteigen, bevor es die anderen tun. Denn fällt diese Linie, dreht die Stimmung, weil die 200-Tage-Linie eben so viel beachtet wird. Am Mittwoch schloss der Dow Jones erstmals seit genau zwei Jahren nennenswert unter dieser Linie. Würde es gelingen, ihn auf Wochenschlusskursbasis wieder klar darüber zu tragen, das Problem wäre noch zu heilen. Und nachdem es am Donnerstag anfänglich zu erneutem Abgabedruck kam, weil die ersten das Spiel schon als verloren ansahen, kam die „Kavallerie“ und drehte den Index wieder in die Gewinnzone. Aber Sie sehen es im Chart auf Tagesbasis:

Um die Linie, derzeit bei 24.313 Punkten, zurückzuerobern, hat es nicht gereicht. Da muss mehr kommen, von unten wieder an die Linie heranzulaufen reicht nicht. Heute muss der Dow Jones überzeugen, sonst kann es schlagartig ungemütlich werden. Denn der Chart auf Wochenbasis zeigt: Es geht nicht nur um diesen gleitenden Durchschnitt. Der Dow Jones ringt zugleich um die bei 24.000 Punkten verlaufende, unter das letzte Tief von Anfang Mai gezogene Aufwärtstrendlinie seit der US-Wahl im November 2016. Auch das ist ein Symbol:

Chart vom 28.06.2018, Kurs 24.216,05 Punkte, Kürzel INDU

Es ist die „Trump-Linie“. Bricht sie, wirkt das wie ein scharfer Einbruch in das Vertrauen der Investoren in die Wachstumsbemühungen der US-Regierung. Es hängt also viel, sehr viel von der momentan umkämpften Zone ab. Und sollte es nicht gelingen, die 200-Tage-Linie und diese Aufwärtstrendlinie vertrauenerweckend deutlich zu verteidigen, indem der Index schnell über die bei 24.800 Zählern verlaufende 20-Tage-Linie steigt, bleibt das Damoklesschwert eines scharfen Kurseinbruchs präsent. Der „Trigger“ dürfte ein Schlusskurs unter 24.000 Punkten sein. Und die wachsende Verunsicherung aufgrund des eskalierenden Handelsstreits hat jetzt auch die Wall Street erfasst, sie wäre dann der Treibstoff, der einen Selloff beschleunigen würde, wenn 200-Tage-Linie und Trump-Linie fallen.

Chart vom 28.06.2018, Kurs 24.216,05 Punkte, Kürzel INDU

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