Börsenblick

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Gold: Wie lange bleiben die Käufer noch weg?

Es ist zwar schon seit Jahren so, dass Gold keineswegs immer nach oben schießt, wenn die Nerven der Investoren am Aktienmarkt dünner werden. Aber in den letzten Monaten scheint das Edelmetall seine Funktion als sicherer Hafen vollends verloren zu haben. Das basiert zwar einerseits darauf, dass Gold tendenziell eher dann „funktioniert“, wenn die Investoren Angst vor Inflation bekommen und sich auf Gold als „Ersatzgeld“ stürzen. Es liegt aber auch daran, dass Gold in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer mehr von den Tradern „entdeckt“ wurde. Und die agieren stur nach charttechnischen Vorgaben, scheren sich um ein „eigentlich müsste doch“ nicht im Geringsten. Und da wären dann noch große Adressen verschiedenster Couleur, die Gold unter anderem deswegen gerne gezielt unter Druck setzen, weil sie genau diesen Nimbus des Edelmetalls als angebliches Krisenbarometer nutzen, um durch schwache Goldpreise zu suggerieren, dass die Lage eben nicht kritisch ist, nach dem Motto: „Seht her, wäre irgendetwas angebrannt, würde doch der Goldpreis steigen“. Und noch ein weiterer Aspekt will bedacht sein, wenn man sich fragt, wieso Gold an einem Tag wie dem Mittwoch, an dem es an der Wall Street zu einem ernüchternden Turnaround nach unten kam, fällt, statt zu steigen:

Wie gut taugt Gold als Geldanlage wirklich und welche Faktoren beeinflussen den Goldpreis? Jetzt lesen: Krisenbarometer Gold: Worauf es wirklich reagiert

Expertenmeinung: Große Adressen, seien es breit investierende Fonds, Hedgefonds, Versicherungen oder Pensionskassen, tendieren dazu, in kritischen, unübersichtlichen Situationen erst einmal sicherheitshalber in allen Bereichen die Barreserven zu erhöhen und erst, wenn der Pulverdampf sich lichtet, zu entscheiden, wo es sich lohnen würde, wieder einzusteigen. So betrachtet kann es nicht wundern, dass Gold an diesem für bullische Aktienmarkt-Investoren höchst problematischen Tag nicht in Fahrt kam. Aber bleibt das auch so? Genau die Beweggründe, die momentan noch den Druck unterfüttern, könnten sich schnell ins Gegenteil verkehren, unter folgenden Voraussetzungen: 1. Der am Mittwoch kräftig durchsackende Euro/US-Dollar-Kurs dreht wieder nach oben. Der weist eine enge Korrelation zum Gold auf und war gestern ein mit entscheidender Grund, warum Gold gedrückt blieb. 2. Charttechnische Kursziele werden erreicht oder fast erreicht, so dass Trader auf der Short-Seite dazu neigen, ihren Gewinn einzustreichen, indem sie Short-Trades durch Long-Positionen neutralisieren und den Kurs damit höher ziehen. Und 3.: Diejenigen, die versuchen, Gold als „Beruhigungspille“ zu instrumentalisieren, erkennen, dass sich die Nervosität mit Druck auf Gold auch nicht mehr eindämmen lässt und geben ihre Short-Positionen zumindest teilweise auf. Würden mehrere dieser Voraussetzungen erfüllt, kann Gold aus dem Stand heraus auf einmal durchstarten. Das nächste charttechnische Kursziel wäre das Dezember-Tief bei 1.236 US-Dollar. Sobald sich Gold bei weiter fallenden Aktienmärkten dieser Zone auf fünf bis zehn US-Dollar annähert, dürfte es lohnen, da regelmäßig genau hinzusehen.

Chart vom 27.06.2018, Kurs 1.252,92 US-Dollar, Kürzel XAUUSD

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