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Ferrari: Kann das gutgehen?

Kurz vor der Präsidentschaftswahl im November 2016 war eine Ferrari-Aktie an der New York Stock Exchange noch um die 50 US-Dollar zu haben. Wenig mehr als anderthalb Jahre später, am 15. Juni 2018, hatte sich der Kurs mit einem Rekordhoch bei 149,85 US-Dollar verdreifacht. Das erscheint äußerst ambitioniert, denn Umsatz und Gewinn haben sich zwar in den vergangenen Jahren stetig zum Positiven entwickelt, können aber mit dieser Super-Hausse nicht mithalten. Was dazu geführt hat, dass das Kurs/Gewinn-Verhältnis dieser Aktie selbst dann, wenn man die durchschnittliche 2019er-Gewinnprognose zugrunde legt (und diese Gewinne müssten ja erst einmal Realität werden), bei sportlichen 34 läge. Das ist, im Vergleich zur Konsens-Schätzung eines Gewinnanstiegs 2018 und 2019 von jeweils in der Region zwischen zehn und fünfzehn Prozent, hoch. Zu hoch? Ein Argument des bullischen Lagers ist, dass gerade der Einzug Donald Trumps ins Weiße Haus dazu führen werde, dass die Reichen nicht nur noch reicher, sondern auch zahlreicher werden und damit die Nachfrage bei Ferrari steigt. Was bislang auch zutrifft:

Expertenmeinung: Die Anfang Mai präsentierten Quartalszahlen wiesen zwar nur ein geringes Umsatzwachstum, aber einen kräftig steigenden Gewinn aus. Die Margen können hier also ausgebaut werden. Aber langsam dürfte sich bei den Aktionären die Befürchtung breit machen, dass Trumps Politik in nächster Zeit zum werden könnte und durch den von der US-Regierung angezettelten Handelskrieg statt massivem Wachstum weltweiter Druck auf die Konjunktur ansteht. Und auch sehr vermögende Menschen können, wenn die Lage unsicher wird, den Kauf eines Ferarri aufschieben oder gar ganz bleiben lassen, auch, wenn sie von Strafzöllen nicht abgeschreckt würden. Die Aktie zeigt bislang nur eine Korrektur, aber allzu weit liegen die mittelfristig entscheidenden, charttechnischen Unterstützungen nicht mehr entfernt. Sie sehen, dass der Kurs seit Jahresbeginn in einem bereits bestätigten Aufwärtstrend läuft, dessen Trendlinie derzeit bei 129 US-Dollar und damit knapp unterhalb der Februar-Hochs verläuft. Das wäre die erste Linie, an der sich das bullische Lager zu bewähren hätte. Darunter käme dann eine auch mittelfristig wichtige Zone zwischen 118 und 121 US-Dollar, die sich aus zwei markanten Zwischenhochs vom vergangenen Herbst zusammensetzt und die 200-Tage-Linie mit einschließt. Spätestens, wenn die Ferrari-Aktie diese Zone brechen würde, wäre das Rennen für die Bullen vorerst gelaufen.

Chart vom 27.06.2018, Kurs 135,18 US-Dollar, Kürzel RACE

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