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Dürr: Da half auch der Aktiensplit nicht

Normalerweise hat ein Aktiensplit einen für den Aktienkurs positiven Effekt. Durch den daraus resultierenden, deutlich niedrigeren Kurs wirkt die Aktie „billiger“ und damit attraktiver. Aber im Fall des Maschinenbauers Dürr half das nichts. Hier wurde am vergangenen Freitag ein Aktiensplit von 2:1 vorgenommen, aus einer „alten“ Dürr-Aktie wurde damit zwei „neue“. Aber statt zuzulegen, sackte der Kurs schon an diesem Freitag durch – und fällt seither weiter. Und damit nicht genug, deutet das Chartbild an, dass da noch allerhand auf der Unterseite nachkommen könnte. Wieso ging dieser Aktiensplit so nach hinten los? Das könnte daran gelegen haben, dass viele Anleger dachten, mit dem Split würde es zu einer Rallye kommen, im Vorfeld eingestiegen sind und dann sofort ausstiegen, als sichtbar wurde, dass diese Spekulation nicht  aufgeht. Dass sie nicht aufging, lag wohl vor allem daran, dass der Maschinenbauer Dürr diesen Split ausgerechnet an dem Tag vornahm, an dem Donald Trump seine Drohungen gegen die europäische Automobilindustrie erneuerte. Denn Dürr liefert seine Anlagern vor allem an Autobauer … und würde daher als Zulieferer ebenso, wenn nicht intensiver, von Strafmaßnahmen der USA getroffen werden. Denn wenn die Autokonzerne unter Druck geraten, werden Investitionen in neue Anlagen, wie Dürr sie liefert, schnell mal aufgeschoben und bisweilen einfach storniert.

Expertenmeinung: Dementsprechend rutsche die Aktie am Freitag ab, noch zusätzlich gedrückt von denen, die dachten, durch den Aktiensplit einen schnellen Gewinn machen zu können. Und der Kurs fiel am Montag und Dienstag weiter, denn die Befürchtung, dass Donald Trump  Ernst macht, gewinn sukzessive an Substanz. Hinzu kommt, dass die Aktie bereits im Vorfeld ein negatives charttechnisches Bild abgeliefert hatte. Der Chart zeigt, dass Dürr im März eine Schulter-Kopf-Schulter-Trendwendeformation vollendet hatte. An die Nackenlinie der Formation bei knapp 50 Euro, die mit der knapp darüber, bei aktuell 50,33 Euro, verlaufenden 200-Tage-Linie einen markanten Kreuzwiderstand bildete, lief die Aktie bis Mitte Juni zurück, wurde dort aber scharf nach unten abgewiesen. Damit ist ein Pullback an den Ausbruchslevel abgeschlossen, der das bärische Signal, das diese Formation ausgelöst hat, noch einmal bestätigt. Seither fällt Dürr zügig. Und die wachsende Verunsicherung am Markt kann ausreichen, um das bisherige Jahres-Verlaufstief bei 40,40 Euro, das die Aktie Ende April markiert hatte, zeitnah zu durchbrechen. Chartbild und Rahmenbedingungen vereinen sich hier zu einem derzeit klar bärischen Gesamtbild.

Chart vom 26.06.2018, Kurs 41,79 Euro, Kürzel DUE

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