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Klöckner: Das sieht übel aus

Die in Duisburg ansässige Klöckner & Co SE ist einer der größten produzentenunabhängigen Stahl- und Metallhändler in Europa und Nordamerika. Der Konzern agiert hierbei als Bindeglied zwischen der Stahlerzeugung und den Verbrauchern und ist mit 170 Standorten in 12 Ländern tätig.

Der größte Teil des Umsatzes wird dabei in der lagerhaltenden Distribution von Stahlprodukten erwirtschaftet. Das Unternehmen lagert und verkauft also Stahlprodukte, hauptsächlich Nicht-Eisen-Metalle und liefert diese nach Kundenwünschen. Zur Angebotspalette gehört daher auch das Sägen, Plasma- und Brennschneiden, Sandstrahlen, Primern und Biegen von Stahl.

Zu den Kunden gehören kleine und mittelständische Unternehmen der Bauindustrie, des Maschinen- und Anlagenbaus, der Automobilindustrie sowie lokale Händler und Unternehmen aus dem Bereich Haushaltsgeräte/Gebrauchsgüter.

Zyklisches Geschäft

Klöckner bewegt sich in einem zyklischen Geschäftsfeld, was in den Unternehmenskennzahlen klar ersichtlich ist. Dieser Umstand stellt für sich alleine noch kein Hindernis für ein Investment dar, leider fehlt aber auch das übergeordnete Wachstum.
Der Umsatz pendelt seit mehr als zehn Jahren weitgehend zwischen 6 und 7 Mrd. Euro, teilweise mit Ausschlägen auf beiden Seiten. Der Gewinn ist dementsprechend unstetig, in der langfristigen Betrachtung aber eher rückläufig. Die Verlustjahre entsprechen oft dem vielfachen eines guten Jahres.

Dieser Umstand sollte langfristig ausgerichtete Investoren zu Denken geben. Eigentlich sollten Zykliker wie Klöckner vom Aufschwung überproportional profitieren, wachsen und quasi ein „Polster“ für schlechte Zeiten aufbauen. Hier scheint das nicht gelungen zu sein. Die Gewinnerwartungen für 2018 liegen gar unter dem Vorjahresniveau und auch 2019 soll keine Besserung bringen.
Wie die Resultate beim nächsten Abschwung ausfallen werden, kann man sich gut vorstellen. Die derzeitige Dividendenrendite von 3% wäre dann wohl nicht mehr zu halten.

Auch wenn das KGV mit 13 keineswegs sehr hoch ist, kann aus fundamentaler Sicht keine Empfehlung ausgesprochen werden. Klöckner entwickelt sich nicht wie man es sich wünschen würde und wäre im Falle einer konjunkturellen Abkühlung äußerst anfällig.

Charttechnischer Ausblick

Die Aktie hat im Jahr 2016 ein multiples Top nahe 13,00 Euro ausgebildet welches seitdem das Chartbild belastet. Übergeordnet bewegt sich der Wert in einem Abwärtstrendkanal.
Mit dem gestrigen Einbruch unter 10,00 Euro hat die Aktie ein bedeutendes Verkaufssignal generiert. Leider sind die Papiere von Klöckner, während diese Analyse verfasst wurde, um weitere 0,30 Euro eingebrochen und das erste Kursziel bei 9,50 Euro wurde bereits abgearbeitet. In Anbetracht des starken Verkaufsdrucks ist es wahrscheinlich, dass aber auch der Unterstützungsbereich bei 9,00 Euro noch angesteuert wird. Hier geht es für die Bullen dann quasi um alles, denn darunter drohen weitere Verluste in Richtung 8,35 und 8,00 Euro.

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