Börsenblick

Zurück Juli Weiter
Zurück 2018 Weiter

ISRA Vision: Staunen erlaubt!

Der TecDAX sackt zum Wochenstart um 2,33 Prozent durch … und die dort gelistete Aktie von ISRA Vision beendet den Tag mit +2,05 Prozent an der Spitze der nur drei Aktien umfassenden Gewinnerliste – das ist äußerst beeindruckend. Umso mehr, da dies der höchste Anstieg aller 110 Aktien aus DAX, MDAX und TecDAX zusammen war und keine neuen Nachrichten oder Unternehmenszahlen diese Käufe unmittelbar ausgelöst haben. Der Grund dürfte vor allem darin liegen, dass die Marktteilnehmer händeringend nach Alternativen für die vielen vormaligen Stars des Aktienmarkts suchen, deren Gewinn ihnen gerade in diesem extrem nervösen Umfeld unter den Händen dahin schmilzt. Da würden sich natürlich auch sehr klassische und defensive Aktien anbieten, die kaum Risiko laufen, von Strafzöllen und einer daraus resultierenden Abschwächung des Wachstums allzu hart getroffen zu werden. Aber noch besser wären Aktien, die eine starke Wachstumsperspektive aufzeigen und womöglich sogar erst recht gut laufen, wenn das Wachstum wankt, weil Unternehmen dann genötigt sind, in effektivere Produktionsprozesse zu investieren, um ihre Gewinnmargen zu halten. Und da wäre ISRA Vision in der Tat ein interessanter Kandidat. Aber Vorsicht ist dennoch geboten, denn:

Expertenmeinung: Richtig ist, dass ISRA Vision mit ihrer „Machine Vision“, d.h. mit Hard- und Softwarelösungen für die Überwachung und Steuerung hochsensibler Produktionsprozesse durch hochpräzise optische Systeme in einem Bereich agiert, der für viele Unternehmen wichtige Innovation bedeutet. Ob die Idee aber aufgeht, dass die Unternehmen erst recht investieren, wenn die Gewinne wanken, ist eine Frage. Ob ISRA Vision nicht bereits in die Region vorstößt, wo der Kurs an der Zone zur Überbewertung kratzt, eine andere. Ist das so? Umsatz und Gewinn steigen bereits über Jahre hinweg äußerst konstant. Das zeichnet sich auch für das laufende Geschäftsjahr 2017/2018 ab, die Halbjahres-Zahlen, die Ende Mai vorgelegt wurden, weisen bei Umsatz und Gewinn gleichermaßen Wachstum aus. Zwar errechnet sich, wenn die durchschnittliche Gewinnerwartung der Analysten für 2017/2018 eintrifft, ein Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) von stattlichen 50. Aber zwischen 2013 und 2016 war eine solche Bewertung bei dieser Aktie normal, nur 2017 lag das KGV zeitweise deutlicher darunter. Das muss den Kurs also nicht aufhalten. Aber die Aktie ist relativ markteng, das wiederum sollte man schon im Hinterkopf haben. Größere Orders können hier sehr viel bewegen. Deshalb wäre es ratsam, sich hier auf der Long-Seite konsequent abzusichern. Eine dafür relevante Zone auszumachen, ist bei diesem Chartbild aber eine der leichteren Übungen. Sie sehen, dass die im Chart dick blau hervorgehobene 20-Tage-Linie bereits dreimal in den letzten sechs Wochen die Basis einer neuen Aufwärtsimpulses stellte. Derzeit befindet sich diese Linie genau auf Höhe des alten, im Juni überwundenen Rekordhochs bei 48,70 Euro. Diese Kreuzunterstützung ist für die kurzfristige Tendenz entscheidend und wäre damit als Orientierung für einen Stop Loss ideal.

ISR_2018_06_26

Auch interessant:

DAX am Scheideweg: Erholung oder Kursabfall? | LYNX Marktkommentar
Kommt das Ende der Hausse? So stellen Sie Ihr Depot richtig auf - Interview mit Georg Oehm
Wie findet man unterbewertete Aktien? Interview mit Ulrich W. Hanke | LYNX fragt nach
Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN