Börsenblick

Zurück September Weiter
Zurück 2018 Weiter

Dow Jones: Die 200-Tage-Linie wankt – jetzt geht es um die Wurst!

Ein Minus von 328 Punkten zum Wochenstart beim US-Index-Flaggschiff Dow Jones ist schon herbe genug, aber es hätte leicht weit, weit größer ausfallen können. Am Tagestief bei 28.084 Punkten hatte das Minus knapp 500 Punkte betragen. Und zu diesem Zeitpunkt waren, wie Sie im Chart sehen können, nicht nur das markante Zwischentief von Ende Mai bei 24.248 Punkten unterboten, sondern auch die bei 24.280 Punkten verlaufende 200-Tage-Linie. Die Linie, die viele Investoren als Scheidemarke zwischen bullisch und bärisch ansehen. Die Linie, die das letzte Mal vor fast auf den Tag genau zwei Jahren beim Dow Jones auf Schlusskursbasis unterboten wurde: am 27. Juni 2016. Und auch damals nur für genau einen Tag. Und darüber hinaus die Linie, die Anfang April und Anfang Mai bereits verteidigt werden musste. 45 Minuten vor dem US-Handelsende begann plötzlich, nachdem kurz vor 21 Uhr unserer Zeit ein neues Tagestief erreicht wurde und hinsichtlich der 200-Tage-Linie alles verloren schien, eine gewaltige Kaufwelle, die den Dow Jones in weniger als einer halben Stunde um 200 Punkte nach oben trug, über diese 200-Tage-Linie hinaus. Aber Sie sehen es im Chart: Ganz gereicht hat es nicht. Der Bruch der Linie war mit knapp 30 Punkten alles andere als signifikant. Aber ein Schlusskurs unterhalb dieser Linie, zum ersten Mal seit zwei Jahren, was es dennoch. Was auch daran lag, dass andere Akteure diese wilden Rettungskäufe zum Anlass nahmen, in diese hinein weiter Positionen abzubauen. Eine explosive Ausgangslage für den heutigen Handel und den Rest der Woche, zumal:

Expertenmeinung: Mit dieser Kaufwelle Richtung Handelsende versuchten diejenigen, die bei einem weiteren Abrutschen des Dow Jones viel zu verlieren hätten, das Symptom des Problems zu bekämpfen. Aber an die Ursache kommt man nicht so leicht heran. Es ist die durchaus berechtigte Sorge, dass die immer weiter verhärtenden Fronten zwischen den USA auf der einen Seite und all den von Strafzöllen belasteten und bedrohten Ländern auf der anderen Seite erheblichen Schaden in der Weltwirtschaft anrichten werden. Und die USA am Ende stärker belasten als diejenigen, die der US-Präsident im Sinne der US-Wirtschaft auf diesem Weg an die Kandare nehmen will. So lange dieses Damoklesschwert über den Märkten schwebt, bleibt der Weg nach oben steinig, nach unten hingegen wirken die Unterstützungen insbesondere nach diesem Montag „weich“. Sollte es nicht gelingen, den Dow Jones sofort und deutlich zurück über diesen 200-Tage-Durchschnitt zu tragen, stünde sofort das bisherige Jahres-Verlaufstief bei 23.346 Punkten als Ziel der bärischen Trader im Raum. Und gerade, weil sich bislang wohl zu viele zu sicher waren, dass diese Unterstützungen in jedem Fall halten werden, kann es zu einem kapitalen Kurseinbruch kommen, sollte dieses bisherige Jahrestief fallen … vor allem, wenn das schnell passieren sollte. Für das bullische Lager geht es jetzt um die Wurst. Und es wird spannend sein zu sehen, ob es angesichts der zunehmenden Verunsicherung noch stark genug ist, um den Bären im letzten Moment noch Paroli zu bieten!

Chart vom 25.06.2018, Kurs 24.252,80 Punkte, Kürzel INDU

Auch interessant:

Dow Jones bald auf 30.000? Interview mit Börsenoptimist Heiko Thieme | LYNX fragt nach
"Ein harter Brexit ist nicht ausgeschlossen." Interview mit Robert Halver | LYNX fragt nach
DAX - Trendwende oder Strohfeuer? | LYNX Marktkommentar
Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN