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Brent Crude Oil: War es das mit der Abwärtswende?

Ein Plus von 3,4 Prozent als Reaktion auf die Entscheidung der OPEC, die Fördermengen wieder anzuheben? Haben sich die Trader da in der Richtung vertan? Durchaus nicht. Diese Reaktion ist gar nicht so unlogisch, wie sie scheint. Und wenn das bullische Lager jetzt dranbleibt, könnte es ihm gelingen, die Bären vor sich herzutreiben, das bisherige Jahreshoch bei Brent Crude Oil anzulaufen und womöglich sogar zu überbieten. Wieso? Weil die Marktteilnehmer ja längst damit gerechnet hatten, dass die OPEC bei ihrem Treffen in Wien die Fördermengenbeschränkung aufweichen, vielleicht sogar komplett beenden würde. Das war ein entscheidender Grund, weshalb die Rallye von Brent Crude, die im Mai kurzzeitig sogar über 80 US-Dollar pro Barrel geführt hatte, beendet wurde und in eine Korrektur überging. Die Erwartung war, dass diese vermuteten Maßnahmen der OPEC die Angebotsseite wieder deutlich stärken und damit den Preis deutlich und vielleicht auch nachhaltig drücken würden. Man hat also bereits im Vorfeld auf ein Ereignis reagiert. Das alleine kann gerne mal zum Bumerang werden. Vor allem aber, wenn dieses Ereignis dann so nicht eintritt. Denn was die OPEC beschloss, wirkte eher dünn:

Expertenmeinung: Eine „prinzipielle“ Anhebung der Fördermenge, wobei man eine Range von 600.000 bis eine Million Barrel pro Tag in den Raum stellt, ohne konkret zu werden, das war alles, was an Beschlüssen zu hören war. Das ist eine Größenordnung, die das bisherige Limit der Fördermengenbeschränkung nicht oder nur geringfügig überschreiten würde, denn dieses Limit wurde selten erreicht, während dieser „Deckel“ galt. Eine nennenswerte Verschiebung der Angebot/Nachfrage-Relation entsteht daraus nicht, darin sind sich die Experten einig. Kein Wunder also, dass Bären blitzschnell ihre Short-Positionen eindeckten, bevor vom Gewinn nicht mehr übrig bleibt und kurzfristige Trader auf die Long-Seite wechselten. Noch ist mit der Rallye des Freitags weder die 20-Tage-Linie bei 75,50 US-Dollar noch die kurzfristige Abwärtstrendlinie bei derzeit 75,90 US-Dollar überwunden. Aber sollte das heute oder in den kommenden Tagen der Fall sein, wäre die große Abwärtswende durch den Bruch der bereits ein Jahr alten Aufwärtstrendlinie (70,60 US-Dollar) und des Januar-Hochs bei 69,46 US-Dollar erst einmal vom Tisch und der Weg an – und womöglich auch über – die 80 US-Dollar-Marke aus charttechnischer Sicht frei.

Chart vom 22.06.2018, Kurs 75,32 US-Dollar, Kürzel COIL

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