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Boeing: Und auf einmal kehrt die Angst zurück

Die Bullen versuchen, irgendwie die Stellung zu halten. Aber nach und nach kommen ihnen trotzdem die charttechnischen Unterstützungen abhanden, rutscht die Boeing-Aktie doch in Richtung des „point of no return“, dessen Bruch ein massives mittelfristiges Verkaufssignal bedeuten würde. Und die Nachrichtenlage ist angetan, annehmen zu dürfen, dass den Bullen zügig die Truppen von der Fahne gehen und in Richtung der Bären desertieren. Denn in der vergangenen Woche wurde langsam konkret, was im März so theoretisch daherkam, dass es gelang, den wankenden Aufwärtstrend der Aktie zu stabilisieren und sogar knapp neue Rekordhochs anzulaufen. Nämlich die Möglichkeit, dass Boeing als eines der symbolträchtigsten US-Produkte ins Blickfeld derer geraten könnte, die mit Gegenmaßnahmen auf die Strafzölle der USA reagieren. Eine regierungsnahe chinesische Zeitung machte das deutlich, indem man dort darauf hinwies, dass man keineswegs ausschließen sollte, dass China die großen US-Unternehmen des Dow Jones ins Visier nehmen könnte, sollten die USA weiterhin derart irrationale Verhandlungen führen. Dies in Kombination mit einem wieder anziehenden US-Dollar, dessen Schwäche für eine massive Steigerung der Gewinnmarge bei den Exporten gesorgt hatte, die jetzt zügig zusammenzuschmelzen droht, macht die Marktteilnehmer sichtlich nervös.

Expertenmeinung: Jetzt zeichnet sich bei Boeing ein großes Doppeltopp ab. Würde es vollendet, läge das rechnerische Kursziel dieser Trendwendeformation bei 250 US-Dollar. Da muss man als bullischer Trader schon zweimal schlucken, während flexible Trader bereits eine grandiose Trading-Chance auf sich zukommen sehen, sobald die Nackenlinie dieses Doppeltopps unterboten wäre. Noch ist diese Formation rein theoretisch, im Entstehen begriffen. Und bis zu diesem entscheidenden Ankerpunkt im Chart, diesem „point of no return“ im Chart bei 311 US-Dollar ist noch einiges an Spielraum vorhanden. Aber dass die Aktie im Verlauf der vergangenen Woche recht widerstandslos durch die mittelfristige Aufwärtstrendlinie rutschte, macht deutlich, dass das bullische Lager angesichts dieser problematischen Perspektiven nicht mehr so ohne Weiteres bereit ist, in fallende Kurse hinein zuzugreifen. Dass dieser „point of no return“ ein ganz anderes Kaliber hat, weil sich dort die wichtigsten unteren Wendepunkte seit Anfang Februar und darüber hinaus die 200-Tage-Linie zu einer „Super-Supportzone“ ballen, erhöht zwar die Chance, dass die Trader dort zugreifen werden. Aber sollte Boeing tatsächlich auf Chinas Liste der Gegenzölle landen, ggf. sogar noch andere Länder dahingehend mitziehen, wäre diese Zone wohl nicht mehr zu halten und der Abwärtsimpuls darunter umso intensiver. Das lohnt, im Auge behalten zu werden!

Chart vom 22.06.2018, Kurs 338,91 US-Dollar, Kürzel BA

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