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Wirecard: Blitzsauber verteidigt!

Bedenkt man, wie volatil Wirecard ist, dass die Nervosität am Aktienmarkt sukzessive zunimmt und da bei vielen Anlegern gerade die Aktien auf der Verkaufsliste landen, an denen ordentlich „Speck“ ist, sprich bei denen man gut in der Gewinnzone liegt (weil es psychologisch einfach ein besseres Gefühl ist, Gewinne mitzunehmen als Verluste zu realisieren), ist diese Aktie momentan beeindruckend stabil. Da helfen zwar auch die Analysten fleißig mit, denn da gehen die Anhebungen des Kursziels nicht aus. Vor gut einer Woche hob Kepler Cheuvreux das Kursziel von 135 auf 185 Euro an, das Bankhaus Lampe folgte am Dienstag mit einer Anhebung von 136 auf 190 Euro. Was dazu führt, dass die Kursziele der Experten fast mit der rasant steigenden Aktie mithalten. Aber das alleine bewegt die Marktteilnehmer nicht, hier so beherzt zuzugreifen, dass diese Aktie im bald endenden zweiten Quartal in der Spitze schon ein Plus von 64 Prozent vorzuweisen hatte. Es ist die Überzeugung, dass das Metier, indem Wirecard agiert, noch immenses Potenzial hat: das der elektronischen Zahlsysteme und Risikomanagement-Lösungen. Was das bisherige Wachstum bestätigt:

Expertenmeinung: Umsatz und Gewinn waren im ersten Quartal äußerst beeindruckend gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Und Wirecard hat derzeit keinen Grund, die optimistische Prognose für 2018 zu relativieren. Doch auch, wenn das dynamische Wachstum die Aktie vom Kurs/Gewinn-Verhältnis her mit derzeit knapp 50 für den im Schnitt der Analysten erwarteten 2018er-Gewinn nicht als überteuert dastehen lässt: „Billig“ ist Wirecard auch nicht gerade. Ein Rücksetzer wäre also jederzeit möglich. Und der könnte dann auch mal ein wenig umfassender ausfallen. Für den Moment aber zeigen die Bullen, dass sie hier absolut nichts anbrennen lassen. Am Dienstag rutschte die Aktie, nachdem im Zuge der Terminbörsen-Abrechnung am vergangenen Freitag ein „bearish engulfing pattern“ Gefahr angedeutet hatte, kurzzeitig unter die beiden, den rasanten Aufwärtstrend begleitenden Linien … und schloss zum Handelsende darüber. Zum Ende des Dienstags-Handels schloss Wirecard knapp über der steilen April-Aufwärtstrendlinie, nachdem der Kurs genau auf Höhe der zweiten „Leitstrahl-Linie“, dem 20-Tage-Durchschnitt, wieder anzog. Da wird also aktiv und vor allem effektiv verteidigt. Aber das steigert die Relevanz dieser beiden Linien als entscheidende Unterstützungen der Rallye natürlich noch. Sollte die 20-Tage-Linie, zuletzt bei 140,57 Euro, kurzfristig erneut getestet und dann auf Schlusskursbasis nicht gehalten werden, wäre das ein allseits wahrgenommenes, negatives Signal. Darunter läge die nächste Unterstützung bei 133 Euro, darunter aber wäre, verursacht durch das Tempo dieser Rallye, aus charttechnischer Sicht erst wieder auf Höhe des Januar-Hochs bei 111,60 Euro eine Unterstützung zu finden. Ein Stoppkurs knapp unterhalb dieser 20-Tage-Linie sollte daher eine Überlegung wert sein.

Chart vom 21.06.2018, Kurs 147,99 Euro, Kürzel WDI

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