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BMW: Mitgegangen, mitgehangen …

Mit knapp drei Prozent Minus kam die BMW-Aktie am Donnerstag zwar ein wenig besser davon als die Branchenkollegen Daimler und VW. Aber bedenkt man, dass es schließlich Daimler und nicht BMW waren, die am Mittwochabend nach US-Handelsende ihre Gewinnprognose für das laufende Jahr senkten, fragt man sich: Warum muss BMW hinterher rutschen? Grundsätzlich, weil die Probleme für beide Autobauer dieselben sind. Neben den jetzt schon unerfreulichen Rahmenbedingungen durch den von den USA vom Zaun gebrochenen Handelsstreit ist es vor allem die Unsicherheit, die die Anleger dazu brachte, auch hier erst einmal den Kopf einzuziehen. Kommt da noch etwas aus der Richtung Diesel-Affäre oder Kartellvorwurf? Fällt der Euro weiter und bessert die Gewinnmargen beim Export auf oder zieht er wieder an? Und verhängt Donald Trump Strafzölle gegen europäische Autobauer oder nicht? Was ebenfalls problematisch war: BMW beeilte sich gleich am Donnerstag zu versichern, dass man an seinen Prognosen für 2018 festhalten würde. Das war als „Beruhigungspille“ gedacht, ging aber nach hinten los.

Expertenmeinung: Erstens, weil der, der desgleichen ohne Not, nur, weil ein anderer Konzern die Prognose korrigiert, verkündet, den Eindruck erweckt, nervös zu sein. Zweitens, weil das Festhalten an der Prognose den Zusatz enthielt, dass diese Bestätigung unter der Voraussetzung erfolge, dass sich die weltweiten wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen nicht wesentlich verändern werden. Und das bedeutete zwischen den Zeilen: Im Fall von US-Strafzöllen sieht das schon anders aus. Also nahm man diese Prognose-Bekräftigung mental zu den Aktien und verkaufte trotzdem. Was, wie dieser Chart auf Wochenbasis zeigt, einen nicht ganz unerheblichen charttechnischen Flurschaden hinterließ. Die Aktie ist dadurch aus dem vor zwei Jahren entstandenen Aufwärtstrendkanal ebenso wie aus der etwas flacheren Korrekturgeraden darunter herausgefallen. Auch das bisherige Jahrestief, im März bei 81,82 Euro markiert, wurde dadurch am Donnerstag unterboten. Sollte BMW diese Linie heute zum Wochenschluss zurückerobern, bestünde noch eine kleine Chance, diesen Trendkanal-Bruch schnell rückgängig zu machen. Aber sollte der Kurs auf dem Donnerstags-Niveau oder tiefer schließen, gälte die größere Wahrscheinlichkeit einem Test der Sommer 2017-Tiefs um 77 Euro. Und darunter wäre der Weg für die Bären dann erst einmal frei.

BMW_2018_06_22

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