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Scout24: Ob da noch viel Luft nach oben ist?

Scout24 betreibt Anzeigenportale, die jeder kennt und die man nicht weiter beschreiben muss. So ziemlich jeder hat auf einer dieser Plattformen schon einmal hereingeschaut: ImmobilienScout24, AutoScout24, FriendScout24, JobScout24, FinanceScout24 und TravelScout24. Das Unternehmen ging im Herbst 2015 an die Börse und ist wie die ebenfalls heute analysierte Delivery Hero-Aktie am Montag in den MDAX aufgenommen worden. Das Chartbild der Aktie, das wir hier über ihr gesamtes „Börsenleben“ hinweg auf Wochenbasis abgebildet haben, präsentiert sich auf den ersten Blich überzeugend bullisch. Aber es lohnt, da etwas genauer hinzusehen. Was die Experten angeht, ist die Meinung geteilt. Nur knapp die Hälfte der die Aktie beobachtenden Analysten hat hier auf dem aktuellen Level ein „Kaufen“-Rating. Und das Kursziel liegt im Schnitt bei 43 Euro, da läge Scout24 bereits darüber. Kein Problem, wenn die jüngsten Bilanzdaten das rechtfertigen würden, immerhin könnten bei diesen Einstufungen der Analysten auch einige dabei sein, die seit einiger Zeit nicht mehr überarbeitet wurden. Aber so überzeugend war das Ergebnis des ersten Quartals 2018 eigentlich nicht. Es war gut und es war, was die Wachstumsprognose angeht, im Plan. Aber es war keine gewaltige Überraschung die zwingend zu einer Rallye führen müsste. Aber das taten diese am 8. Mai präsentierten Zahlen ja auch nicht. Und da wird es interessant:

Expertenmeinung: Als diese Quartalsbilanz am 8. Mai auf den Tisch kam, sackte Scout24 nämlich zunächst durch. Das Minus konnte aufgeholt werden, aber die Reaktion war bezeichnend. Denn der Ursprung der Rallye findet sich Ende März, als das Unternehmen seine 2017er-Bilanz und die 2018er-Prognose präsentierte. Die fand man grandios, das löste die Rallye aus, die den Kurs von damals 36 auf gestern im Rekordhoch 46,74 Euro trug. Dass die ersten Ergebnisse des Jahres die Rallye ausbremsten, die erst wieder in Fahrt kam, als man damit rechnen durfte, dass Scout24 in den MDAX aufsteigen würde, ist etwas, das ein wenig vorsichtig stimmen sollte. Zumal die Aktie auf Basis der für 2018 im Schnitt angenommenen Gewinne ein Kurs/Gewinn-Verhältnis um 28 aufweist, was für die für 2018 prognostizierte Gewinnsteigerung um 16 Prozent und für 2019 um 12 Prozent eher hoch ist. Dass da noch allzu viel Luft nach oben ist, ist daher zumindest fraglich. Die Ende März entspringende kurzfristige Aufwärtstrendlinie bei derzeit 44 Euro ist zu steil, um nachhaltig gehalten werden zu können, das wäre eher eine Orientierung für einen Stop Loss bei hochspekulativen Long-Trades. Aber der auffällige Spike aus dem Sommer 2016 bei 41 Euro wäre durchaus eine taugliche Orientierungsbasis, um sich gegen rückläufige Notierungen abzusichern, sollte den Bullen hier die Puste ausgehen.

G24_2018_06_21

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