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MDAX: Erst der langfristige Chart zeigt, wie eng es hier ist

Sieht man sich beim MDAX, dem deutschen „Index der zweiten Reihe“, ausschließlich den Chart auf Tagesbasis an, käme man eher nicht auf den Gedanken, dass das bärische Lager sehr nahe an einer Trading-Chance Short ist. Schon gar nicht, dass es dabei auch um mittel- und langfristige Chartmarken gehen könnte, die leicht brechen könnten, wenn der Index nicht umgehend nach oben dreht. Immerhin war das bisherige, Ende Januar bei 27.525 Punkten erreichte Rekord-Verlaufshoch des MDAX am Freitag schon ganz nahe gewesen. Das ist auch richtig. Aber per Mittwochabend sind es schon 1.000 Punkte, die dem Index zum Break über diese bisherige Bestmarke fehlen. Und dass er seit Freitag unter Druck steht, am Dienstag sogar kurzzeitig ein neues Monats-Verlaufstief markierte, hat seine Gründe. Und die liegen, wie könnte es anders sein, in der Unberechenbarkeit der Entwicklung im Handelsstreit, den die USA mit den wichtigsten Wirtschaftszonen vom Zaun gebrochen haben. Im MDAX finden sich sehr viele Autozulieferer und Maschinenbauer, die alle mögliche Opfer einer solchen Entwicklung sein könnten. Und würde aus solchen Befürchtungen Realität, wären die gar nicht so fernen, mittelfristig wichtigen Unterstützungen hier schnell gebrochen.

Expertenmeinung: In diesem Wochenchart wird sichtbar, dass das Momentum des Anfang 2016 etablierten, mittelfristigen Aufwärtstrends seit etwa einem Jahr spürbar geringer wurde. Dadurch ist die im Herbst 2016 ebenso wie im Frühjahr 2018 getestete und damit in ihrer Relevanz bestätigte Aufwärtstrendlinie nahe an den aktuellen Kurslevel herangekommen. Aktuell liegt diese Linie um 25.750 Punkte. Darüber sichert die 200-Tage-Linie um 26.200 Zähler ab, aber an die ist der MDAX in den vergangenen Tagen bereits nahe herangekommen und testet sie damit zum zweiten Mal nach Ende Mai in kurzer Zeit. Von einem beruhigenden Sicherheitspolster für die Bullen kann hier keine Rede sein. Und dass der Stochastik-Oszillator auf Wochenbasis gerade im Bereich der überkauften Zone nach unten eindreht, ist für die Bären von Vorteil: Da wäre, sollten diese beiden vorgenannten Unterstützungen fallen, mit markttechnischem Rückenwind zu rechnen. Würde der MDAX diese wichtige Aufwärtstrendlinie mit Schlusskursen unter 25.750 Punkten brechen, wäre das nächste charttechnische Kursziel das bisherige Jahres-Verlaufstief bei 24.808 Punkten, darunter würde das untere Ende der Konsolidierungsphase vom Sommer 2017 bei 24.220 Punkten einen möglichen Halt bieten. Das sollte man im Auge behalten, denn macht Trump noch ernster als bisher, dürfte es für das bullische Lager schwer werden, den MDAX in diesem Trend zu halten.

Chart vom 20.06.2018, Kurs 26.531,66 Punkte, Kürzel MDX

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