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LVMH: Ein mögliches Strafzoll-Opfer?

Ist das, was die Aktie des Luxusgüterkonzerns Louis Vuitton Moet Hennessy da zeigt, nur eine Konsolidierung? Oder könnte es eine Toppbildung sein? Eine knifflige Frage. Die gelöst wäre, würde die Aktie über den bisherigen Verlaufsrekord von 313,70 Euro, markiert am 21. Mai, hinauslaufen, könnte man denken. Aber damit wäre dann nur der charttechnische Malus von zwei unter den vorherigen liegenden Zwischenhochs vom Tisch, der charttechnisch orientierten Akteuren derzeit ein Stirnrunzeln entlocken dürfte. Ob das dann aber ein Ausbruch wäre, der von Dauer sein kann, hängt von zwei anderen Aspekten ab: von der Halbjahresbilanz und von Donald Trump. Ersteres, weil man in Bezug auf die Gewinnentwicklung bei LVMH wie üblich ein wenig im Dunklen tappt, da der Konzern zwar im April in Bezug auf das erste Quartal mitteilte, dass der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um zehn Prozent gestiegen sei. Aber zum Gewinn äußert man sich dort nur halbjährlich. Und da stehen die Zahlen erst in fünf Wochen, am 24. Juli, im Kalender. Könnten die Ergebnisse enttäuschen?

Expertenmeinung: Luxus geht immer, heißt es zwar. Aber immerhin finden sich doch mehr und mehr Anzeichen dafür, dass das Wachstum in Europa zuletzt nachgelassen hat. LVMH agiert zwar weltweit. Aber wenn man bedenkt, dass dieser „Ausflug“ der Aktie über das vorherige Rekordhoch von 260,55 Euro aus dem November 2017 alleine auf dieser Meldung über die Umsätze des ersten Quartals nebst diversen trendfolgenden Kursziel-Anhebungen von Analysten fußt, könnte das durchaus dünnes Eis sein. Hinzu kommt die Frage, ob eine US-Liste von Strafzöllen gegen Europa nicht auch einige der begehrten Luxusgüter aus dem LVMH-Universum umfassen könnte. Dass der Kurs ausgerechnet am Dienstag zu den größten Verlierern im französischen CAC 40 gehörte, an dem Tag also, an dem Donald Trump bei seiner Handelspolitik noch einmal einen Gang hochschaltete, dürfte daran liegen, dass nicht wenige genau das befürchten. Grundsätzlich würde sich die nächste Unterstützung erst um 271 Euro finden, am oberen Ende des Aufwärts-Gaps, das als Reaktion auf die Umsatz-Zahlen des ersten Quartals entstanden ist. Aber wer hier auf der Short-Seite agiert sollte wissen, dass eine Aktie wie LVMH nicht so leicht von den Bullen aufgegeben werden dürfte … sofern Mr. Trump sich nicht der Produkte des Unternehmens „annehmen“ sollte.

Chart vom 19.06.2018, Kurs 289,55 Euro, Kürzel MC

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