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Ceconomy: Das hat gesessen – und wie weiter?

-13,34 Prozent auf ein neues Jahrestief … was war denn jetzt schon wieder bei der ohnehin in den letzten Monaten so gebeutelten Ceconomy-Aktie los? Eine Kapitalerhöhung um zehn Prozent werde erwogen, war vom Unternehmen zu hören. Dieses Kapital, vermuten die Anleger, sei nötig, um sich neu aufzustellen und in diesem Zug das defizitäre Geschäft in Russland zu beenden. Grundsätzlich klingt das gut. Aber Ceconomy hatte zuletzt zu oft enttäuscht, die Marktteilnehmer scheinen dem Unternehmen einfach nicht mehr allzu viel zuzutrauen. Man preiste die Kapitalerhöhung nicht nur schon einmal ein, was die Aktie um etwa zehn Prozent hätte drücken können, sondern setzte noch einiges oben drauf, was die Abgaben betraf. Aber allzu viel Luft nach unten wäre da ja eigentlich nicht mehr, wenn man dem Chart glauben darf, der die Aktie auf Wochenbasis über die vergangenen gut sechs Jahre zeigt. Aber darf man dem Chart denn glauben?

Expertenmeinung: Richtig ist, dass das Chartbild eine sehr breite, durch zahlreiche Wendemarken nach oben entstandene Unterstützungszone zwischen 6,20 und 7,11 Euro aufweist. Aber auch wenn es im ersten Moment seltsam klingt: Dieser Kursverlauf ist, wenn man die Zeit vor dem 13. Juli 2017 betrachtet, gar nicht der von Ceconomy. Vor diesem Tag war diese Aktie die Metro. So verwirrend es ist: Nach der Aufspaltung in Metro und Ceconomy behielt Ceconomy den alten Kursverlauf und das alte Kürzel MEO, während die Metro mit dem Kürzel B4B, was die Kurshistorie betrifft, bei null anfing. Aber damit zeigt dieser Chart vor Juli letzten Jahres einen Einzelhandelskonzern, der Lebensmittel-Ketten ebenso umfasste wie das, was in Ceconomy überging, nämlich die beiden Unterhaltungselektronik-Märkte Saturn und Media Markt. Ob die Marktteilnehmer diese alten Wendemarken, die im Prinzip zu einem anderen Unternehmen gehören, also als Unterstützungen ansehen werden, ist zumindest fraglich. Und blendet man alles von dem 13. Juli 2017 aus, dann hat die Ceconomy-Aktie am Dienstag ein neues Tief in ihrer bisherigen „Lebenszeit“ an der Börse markiert. Man sollte sicherlich ein Auge auf diese theoretische Unterstützungszone zwischen 6,20 und 7,11 Euro haben und Short-Trades nach diesem Selloff lieber zu eng als zu weit absichern. Aber als Basis für Käufe sollte man die Wendemarken der alten Metro besser nicht sehen.

Chart vom 19.06.2018, Kurs 7,50 Euro, Kürzel CEC

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