Börsenblick

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Volkswagen Vz.: Jetzt brennt es richtig!

Mit der überraschenden Festnahme des Audi-Chefs Stadler dürfte den bei der Volkswagen-Aktie auf der Long-Seite agierenden Tradern das Blut in den Adern gefroren sein. Denn jetzt hat man den Eindruck, dass die Erwartung, der Staat werde dem alleine wegen der Arbeitsplätze politisch so wichtigen VW-Konzern schon nicht allzu arg an den Karren fahren, falsch gewesen sein dürfte. Seit „Dieselgate“ im September 2015 ruchbar wurde, ist viel Zeit vergangen. Aber es scheint, die Mühlen mahlen langsam, aber doch stetig. Damit wird es für die Aktie jetzt immer kritischer. Dass der Konzern vergangene Woche doch noch zu einer Strafe von einer Milliarde Euro in Deutschland verurteilt wurde, deutete schon an, dass diejenigen, die dachten, das „Diesel-Thema“ sei längst vom Tisch, schieflagen. Das trifft auch die anderen Autobauer. Aber bei der VW-Vorzugsaktie könnten die Konsequenzen für den Kurs erst jetzt so richtig heftig werden. Denn bislang war man mit der Aktie noch relativ gnädig umgegangen, weil die Risiken für Umsatz und Gewinn durch Strafzölle seitens der USA für VW weniger hart ausfallen könnten, da vor allem die Kernmarke VW in den USA ohnehin nie eine wirklich wichtige Rolle gespielt hatte.

Expertenmeinung: Aber jetzt kommt der Druck eben von zwei Seiten zugleich. Wieder einmal stehen die Marktteilnehmer vor der nicht beantwortbaren Frage: Welche Konsequenzen hat diese Entwicklung für Umsatz und Gewinn? Kippt das bislang noch verblüffend stabile Renommee des Konzerns jetzt doch endgültig? Könnte ein weiter nachgebender Euro diese Scharte womöglich auswetzen? In solche Lücken der Erkenntnis springen bärische Trader nur zu gerne hinein. Und gelingt es ihnen, bei der Aktie bärische Fakten zu schaffen, wäre das ein Auslöser für viele, die Lage im Zweifel eher skeptisch bis negativ zu sehen. Denn bei einer Aktie, die gerade durch wichtige Unterstützungen durchgerutscht ist, tut man sich schwer, nicht nur lächelnd den Daumen zu heben, sondern aktiv mit Käufen dagegenzuhalten. Die 200-Tage-Linie, gerade erst am Donnerstag für kurze Zeit zurückerobert, ist schon wieder gefallen, nachdem der Kurs am Freitag auf Höhe der 20-Tage-Linie abdrehen musste. Ein Schlusskurs unter 151 Euro würde die seit November nach und nach entstandene Toppbildung vollenden – das wäre der erste Schritt zu Gunsten der Bären. Wirklich markant würde das charttechnische Short-Signal, wenn die Vorzugsaktie die zwischen März und Juli 2017 entstandene, damals als Widerstand fungierende Zone zwischen 145 und 147 Euro durchschlagen würde. Dann wäre nach unten einiges möglich, vor allem, wenn dazu aus der Sorge vor US-Strafzöllen harte, unerfreuliche Fakten geworden wären.

Chart vom 18.06.2018, Kurs 156,06 Euro, Kürzel VOW3

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