Börsenblick

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Schaeffler: Was wird aus den Zulieferern im Handelsstreit?

Die Schaeffler-Gruppe ist nicht ausschließlich Zulieferer der Automobilindustrie, gerade im Bereich der Lager-Produktion gehören auch andere Branchen zu den Abnehmern. Aber man nimmt das Unternehmen an der Börse vor allem als Automobilzulieferer wahr. Und das kann zum Problem werden. So ganz ohne Probleme ist das Unternehmen schon jetzt nicht, denn man verspürt Margendruck und zudem noch die Folgen des festen Euro. Und dass der Umsatz beispielsweise im ersten Quartal währungsbereinigt gestiegen wäre, statt leicht zu fallen, wie Schaeffler das im Zuge der Bilanz-Veröffentlichung anführte, ist für die Anleger eine ziemlich philosophische Betrachtung. Fakt ist: er fiel. Und der Gewinn aufgrund der zum Vorjahresquartal schwächeren Gewinnmarge erst recht. Dass diese Anfang Mai präsentierten Ergebnisse die Aktie nicht nennenswert unter Druck setzten, lag daran, dass dieser Druck schon vorher entstanden war, als Schaeffler am 1. Februar die Prognose für das Gesamtjahr 2018 präsentierte und bereits da der Margen- und Währungsruck erkennbar wurde. Auffällig ist aber, dass es bislang keine echten Anstrengungen gibt, die danach entstandene Handelsspanne nach oben zu verlassen. Und das könnte sich rächen.

Expertenmeinung: Wir sehen im Chart, dass die Aktie am 22. Mai die Chance hatte, sich über die seit Herbst 2017 mehrfach von beiden Seiten angesteuerte Zone um 13,80 Euro nach oben abzusetzen. Über die 200-Tage-Linie war der Kurs schon hinaus – und dann kam der Druck doch wieder auf. Wer sich angesichts dieses Datums und dem nur kurzen Ausflug über die 200-Tage-Linie an etwas erinnert fühlt, hat völlig Recht: Daimler erging es genauso. Und aus demselben Grund: Die Sorge, dass US-Präsident Trump jetzt Ernst macht und das auch noch sehr bald. Die Frage stellt sich, ob sich wirklich alle Anleger bereits darauf eingestellt haben, dass es im Fall von US-Strafzöllen nicht nur um die europäischen Autobauer, sondern auch um die Zulieferer gehen könnte. Immerhin könnte Trump so die Ersatzteilversorgung für US-Bürger mit europäischen Fahrzeugen beeinträchtigen und sie so „bestrafen“. Sollte es zu einer solchen Maßnahme seitens der USA kommen, kann die Schaeffler-Aktie diese Handelsspanne rasant nach unten verlassen, dazu sollte man das Tief dieser Handelsspanne bei 12,05 Euro im Auge behalten. Aber: Dieser letzten Endes immens wichtige Faktor ist dennoch ein unberechenbarer. Auszuschließen wäre es nicht, wenngleich derzeit weit weniger wahrscheinlich, dass Trump den Säbel senkt und die Eskalation des Handelskriegs abbläst. Dann könnte die Schaeffler-Aktie ein markant bullisches Signal liefern, würde gelingen, was an diesem 22. Mai nicht gelang: Der Abschluss einer Bodenbildung durch Schlusskurse über 14 Euro.

Chart vom 18.06.2018, Kurs 12,95 Euro, Kürzel SHA

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