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OSRAM: Scheitert die Bodenbildung? Die Ziele auf der Unterseite

Man hat es irgendwie so noch im Hinterkopf, aber OSRAM und die alten Glühbirnen sind nicht mehr dasselbe. OSRAM hat die traditionelle Leuchtmittelsparte für den Privatsektor längst nach China verkauft, fokussiert sich auf die zukunftsträchtigeren Bereiche. Dass das Unternehmen hinter der Zeit zurückgeblieben wäre ist also keineswegs der Grund, wieso die Aktie zuletzt so erheblich unter Druck stand, nachdem sie im Januar noch fast bis 80 Euro gelaufen war. Es sind die, so OSRAM, „unsicheren makroökonomischen Bedingungen“, die dazu führten, dass Ende April die Prognose für das laufende Jahr nach unten korrigiert werden musste. Ein Problempunkt für das exportlastige Unternehmen ist der feste Euro. Aber nicht das einzige. Dass der Euro zu den wichtigsten Währungen derzeit wieder nachgibt, ist daher für OSRAM zwar erfreulich. Aber ob das davor feit, das nach dieser Prognose-Kappung markierte, bisherige Jahrestief von 47,10 Euro zu unterbieten, ist offen. Derzeit sieht es zumindest danach aus, als könnte es fallen. Zu Recht?

Expertenmeinung: Das weiß man noch nicht, es kommt darauf an, ob OSRAMs Produkte zwischen die Mahlsteine des sich langsam entwickelnden Handelskriegs geraten oder nicht. Der Vorteil der Bären ist, dass sie damit argumentieren können, dass jederzeit passieren könnte, was noch nicht passiert ist. Kurz: Das Risiko bleibt. Auffällig ist, dass es mit dem aktuellen Verkaufsimpuls bereits zum dritten Mal nicht gelingt, die durch die Prognose-Reduzierung entstandene Kurslücke auch nur anzugehen. Deren untere Begrenzung bei 54,38 Euro erweist sich als effektiver Widerstand … und ist momentan deutlich weiter vom aktuellen Kurs entfernt als das vorgenannte Jahrestief bei 47,10 Euro. Würde es lohnen, im Fall neuer Tiefs auf der Short-Seite zuzugreifen bzw. nachzufassen? Solange sich die Bedingungen für den Absatz der OSRAM-Produkte nicht tatsächlich verschlechtern, wäre das wohl nur etwas für rein technisch agierende, kurzfristige Trader. Bei 46,65 Euro findet sich knapp unter dem bisherigen Jahrestief eine markante, von Ende November 2016 stammende Wendemarke, die könnte noch als zusätzlicher Rückhalt diesen. Erst darunter, das zeigt dieser langfristige Chart auf Wochenbasis, wäre der Weg aus charttechnischer Sicht erst einmal frei. Der nächste potenzielle Haltepunkt läge dann indes schon bei 44,00 Euro (das Tief vom Sommer 2016), erst darunter wäre richtig Spielraum nach unten bis zum Jahrestief 2016 bei 34,25 Euro. Das kann so laufen, wenn der Handelskrieg weiter eskaliert. Aber als Trader sollte man auch die Oberseite im Auge behalten: Ein Schlusskurs über 54,64 Euro, dem höchsten Punkt seit der Umsatz- und Gewinnwarnung Ende April, kann der Start einer kräftigen Gegenbewegung sein.

Chart vom 18.06.2018, Kurs 49,90 Euro, Kürzel OSR

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