Börsenblick

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DAX: Zurück auf dem instabilen Boden der Tatsachen

Das Minus, mit dem der DAX in die neue Woche startete, kam für manche womöglich überraschend. Aber bedenkt man, welche Risiken eine sich derzeit klar abzeichnende Eskalation des Handelskriegs der USA mit demjenigen Rest der Welt, der nicht umgehend klein beigibt, birgt, wäre ein Ausbruch über die schon fast erreichte Charthürde bei 13.204 Punkten auch höchst gewagt gewesen. Dass sich der DAX so nahe an dieses Hoch aus dem Mai herangewagt hatte, lag einerseits an der Kombination eines aufgrund der EZB-Aussagen am Donnerstag ungewöhnlich scharf einbrechenden Euro/US-Dollar-Kurses, der für die Eurozone-Exporteure eine Verbesserung der Exportperspektive in Aussicht stellte. Und andererseits an der Abrechnung von Futures und Optionen am Freitag. Eine solche Rallye, wie sie der DAX am Donnerstag mit dem Rückenwind des schwachen Euro gezeigt hatte, so nahe an einer solchen Abrechnung, das intensivierte die Rallye noch deutlich. Denn wer da am Terminmarkt auf dem falschen Fuß erwischt wurde, musste sich gegen zu weit steigende Kurse „hedgen“, sprich absichern. Aber:

Expertenmeinung: Mit der Verhängung der (wohl nur ersten) Liste mit chinesischen Produkten, für die in den USA jetzt ein höherer Zoll gilt, war man schon am Freitag wieder auf dem harten und womöglich höchst instabilen Boden der Tatsachen angelangt. Was Grund zur Sorge macht ist vor allem, dass keine Seite sich derzeit ernstlich zu bemühen scheint, der Eskalation Einhalt zu gebieten. Dass die nächste Welle an Strafzöllen Europa trifft, ist relativ wahrscheinlich. Und momentan scheinen viele gerade international agierende Investoren den Eindruck zu haben, dass es Europa sein wird, das da den größeren Schaden davontragen wird. Was nicht ganz unlogisch ist. Denn gäbe man Trumps Forderungen nach, wäre die eigene Wirtschaft dadurch benachteiligt. Hält man so wie bisher eher zögerlich dagegen, trifft es zwar auch US-Unternehmen, aber die Eurozone-Firmen eben trotzdem. Der DAX ist mit dem kräftigen Abschlag des Montags wieder unsanft am oberen Ende der breiten Unterstützungszone gelandet, aus der er sich gerade erst hatte befreien können. Was den Bullen Hoffnung machen dürfte ist der Umstand, dass der deutsche Leitindex dabei die wichtige 200-Tage-Linie, aktuell bei 12.773 Punkten, hielt. Vor hier aus besteht damit die Chance, einen zweiten Anlauf nach oben zu wagen. Aber ob der angesichts der so unberechenbaren Nachrichtenlage nachhaltig gelingen kann, ist zumindest fraglich. Richtig kritisch würde es, sollte der DAX diese 200-Tage-Linie auf Schlusskursbasis brechen. Und bärisch würde der Index, sobald er die bis 12.547 Zähler reichende Unterstützungszone nach unten verlässt.

DAX_2018_06_19

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