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Deutsche Bank: 8,83 Euro … die letzte Unterstützung

Dass die Deutsche Bank sofort darauf hinwies, sie selbst sei ebenso wie ihre US-Tochter tadellos kapitalisiert und somit von ernsten Problemen weit entfernt, half wenig. Nachdem Ende Mai bekannt wurde, dass die US-Notenbank ebenso wie die US-Einlagensicherung das Geldhaus auf der Liste der „Problembanken“ führt und der Kurs daraufhin wie in einem defekten Fahrstuhl nach unten rauschte, ist von einer ernsthaften Gegenwehr der Bullen nichts zu sehen. Die Aktie schleicht kraftlos seitwärts. Und mittlerweile kommt die 20-Tage-Linie von oben heran, ist bereits bei 9,89 Euro angelangt. Und solange das Bären-Lager hier das Sagen hat, wäre es nicht überraschend, wenn das Touchieren dieser 20-Tage-Linie als nächstgelegenem Widerstand neuen Abgabedruck auslösen würde. 9,89 Euro … war das überdies nicht das bisherige historische Tief der Aktie? Ja und nein.

Expertenmeinung: Nominal war die Aktie im Spätsommer 2016 in der Tat bis auf 9,89 Euro gefallen, bevor es von dort aus zu einer weitreichenden Hoffnungsrallye kam. Die, wie man nicht übersehen kann, mitsamt der Hoffnungen zu Staub zerfallen ist. Aber dadurch, dass die Deutsche Bank im März 2017 eine Kapitalerhöhung durchgeführt hat, werden die vor dieser Kapitalmaßnahme liegenden Kurse gemeinhin um den Faktor dieser Kapitalerhöhung adjustiert. Was in diesem Fall heißt, dass die Kurse vor März 2017 um den Faktor 0,8925 korrigiert werden. Dadurch verlagert sich dieses historische Tief auf 8,83 Euro nach unten. Da die meisten Investoren mit adjustierten Charts arbeiten, haben sie diese Marke jetzt als letzte Unterstützung, als „point of no return“, im Fokus. Könnte sich die Aktie über diese 9,89 Euro als historisch wirklich getradete Marke retten und damit die 20-Tage-Linie bezwingen, wäre das zumindest ein Aufschub, eine Chance, erst einmal wieder an die nächste Charthürde, das April-Tief bei 10,82 Euro, zu laufen. Aber auch das wäre nur eine Trading-Chance auf kurzfristiger Ebene. Noch spricht vor allem das rabenschwarze Sentiment in Bezug auf die Deutsche Bank für die Bären und dafür, dass dieser „point of no return“ getestet … und womöglich dann eben auch unterboten wird.

Chart vom 15.06.2018, Kurs 9,49 Euro, Kürzel DBK

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