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Brent Crude Oil: Die OPEC oder die Trader – wer „macht“ den Trend?

Am Freitag kommt die OPEC in Wien zu ihrem turnusmäßigen Treffen zusammen. Man vermutet in Kreisen der Beobachter, dass man dort die Aufweichung, womöglich sogar die Beendigung der Fördermengenbegrenzung beschließen wird, die installiert wurde, um die schwachen Ölpreise zu stabilisieren und auf für die OPEC-Staaten wieder einträglichere Levels zu heben. Angesichts eines Preises, der zuletzt bei der Ölsorte Brent die 80 US-Dollar-Marke touchierte, bestünde diese Notwendigkeit nicht mehr. Und eine begrenzte Fördermenge bei den OPEC-Staaten, während Nicht-OPEC-Länder ihre Förderung wegen der starken Preise massiv ausbauen, das ist ein Szenario, das der OPEC natürlich nicht recht sein kann. Aber ob eine solche Entscheidung, sollte sie fallen, den Kurs nachhaltig beeinflussen wird? Faktisches Angebot und Nachfrage sind beim Ölpreis eine Sache, die Aktivitäten der Trader indes eine ganz andere. Zumal: Obwohl gerade die USA ihre Ölförderung zuletzt massiv hochgefahren hat, fielen die US-Lagerbestände lange Zeit nahezu jede Woche, bis sich seit Ende März eine Art „volatiles Gleichgewicht“ eingestellt hat. Das würde nicht dafür sprechen, dass eine Lockerung der eigenen Mengenbeschränkung durch die OPEC ausreicht, um den Aufwärtstrend zu brechen.

Expertenmeinung: Das sehen derzeit auch viele Analysten so … aber könnte es nicht gerade deswegen zu einem „unverhofft-kommt-oft“-Effekt kommen? In der Tat. Sollten allzu viele Akteure sich entgegen den Indizien im Chartbild sicher sein, dass die mittelfristig entscheidenden Unterstützungen schon halten werden, könnte deren Bruch einen heftigen Abverkauf durch auf dem völlig falschen Fuß erwischte Bullen nach sich ziehen. Denn dass die bärischen Trader derzeit bereits eine gewisse Dominanz am Markt haben, erkennt man daran, dass es seit Ende Mai ein ums andere Mal gelingt, Brent Crude Oil an der mittlerweile abwärts gedrehten 20-Tage-Linie nach unten abzuweisen. Und damit rutscht Brent Crude sukzessive näher an die Kreuzunterstützung, deren Bruch aus charttechnischer Sicht das Ende der massiven Rohöl-Hausse, in deren Verlauf sich der Kurs zwischen Juni 2017 und Mai 2018 nahezu verdoppelt hatte, einläuten würde. Dieser neuralgische Bereich besteht aus dem markanten Hoch aus dem Januar bei 69,67 US-Dollar und der Juni 2017-Aufwärtstrendlinie bei 70,10 US-Dollar. Schließt Brent Crude Oil klar darunter, wäre das ein immens bärisches Signal. Aber erst einmal muss es dazu kommen – die OPEC-Sitzung am Freitag könnte da entscheidend werden.

Chart vom 15.06.2018, Kurs 73,44 US-Dollar, Kürzel COIL

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