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Wirecard: Wo ist denn hier „oben“?

Wirecards mittelfristige Aufwärtstrendlinie verläuft bei 100 Euro, die 200-Tage-Linie sogar noch knapp darunter. Vor zehn Wochen, Anfang April, notierte die Aktie des Bezahlsysteme-Spezialisten noch kurzzeitig bei 90 Euro, gestern erreichte sie im Hoch sagenhafte 156,35 Euro. Ein Plus von über 70 Prozent in derart kurzer Zeit: Eine grandiose Erfolgsstory. Und angesichts der Umsatz- und Gewinndynamik dieses in einer perspektivisch tadellos aufgestellten Branche agierenden Unternehmens kann man dieses Kursniveau zwar gut und gerne als „teuer“ einstufen. Aber ist die Aktie auch schon „zu teuer“? Wo ist bei einer Hausse wie dieser, die wie mit dem Lineal gezeichnet wirkt, „oben“? Das ist die Crux bei solchen Rallyes: Das ist nicht vorab abschätzbar. Wo „oben“ war, weiß man immer erst viel später, wenn aus einem Rücksetzer wider Erwarten eine Korrektur, aus der Korrektur dann ein Abwärtstrend wurde. Bis dahin wäre hier nach oben nichts unmöglich, denn gerade dieses immense Momentum der Aufwärtsbewegung zieht immer neue Käufer an und bestärkt diejenigen, die schon länger dabei sind, darin, noch ein wenig risikofreudiger zu agieren. Grund: Die meisten Trader denken und handeln prozyklisch und verlängern damit aktuelle Trends einfach in die Zukunft. Aber natürlich ist es damit irgendwann doch erst einmal vorbei, denn:

Expertenmeinung: Die Zahl potenzieller, neu hinzukommender Käufer nimmt bei einem derart rapiden Kursanstieg mit der Zeit ab. Zugleich wächst die Zahl an Anlegern, die hier auf immens hohen Gewinnen sitzen und davon gerne zumindest einen Teil sichern würden. Was sie derzeit davon abhält, ist die ungebrochene Dynamik. Aber da hier wohl mittlerweile viele auf Schwächesignale lauern, um dann zu einem nach Möglichkeit optimalen Kurs den Gewinn mitzunehmen, kann es so laufen, dass schon ein wackliger Tag bei zu vielen gleichzeitig dieses Gefühl des „oben“ auslöst und es wie zuletzt am 22. Mai aus heiterem Himmel zu einem kräftigen Rücksetzer kommt. Der wurde zwar, wie Sie im Chart sehen können, sofort wieder für Käufe genutzt. Aber das muss beim nächsten Mal nicht ebenso gelingen. Daher wäre es unbedingt ratsam, mit einer konsequenten Absicherung zu agieren. Und da hat diese Aktie einen großen Vorteil: Es gibt tatsächlich taugliche, charttechnisch fundierte Orientierungspunkte für Stoppkurse auf der Long-Seite. Sie sehen, dass diese Rallye durch eine Art doppelten Leitstrahl geführt wird, und zwar durch die Anfang April entstandene Aufwärtstrendlinie bei derzeit 139 Euro und die knapp darunter nahezu parallel mitlaufende 20-Tage-Linie bei 136 Euro. Durch die Intensivierung der Rallye in den letzten Tagen ist die Aktie dieser Zone zwar kurzfristig davongelaufen, aber damit müsste man, sofern man hier auf der Hausse-Welle mitreitet, schlichtweg leben … zumal beide Linien einen intensiven Steigungswinkel haben, der Aktie also zügig hinterher laufen.

Chart vom 14.06.2018, Kurs 156,30 Euro, Kürzel WDI

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