Börsenblick

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Euro/US-Dollar: Die EZB drückt geschickt den Euro

Was für ein Selloff! Im Tageshoch hatte die Euro/US-Dollar-Relation noch gut 1,1850 US-Dollar erreicht, am Abend dann sackte sie unter 1,16 US-Dollar. Mit diesem Tag mit der bislang größten Handelsspanne in diesem Jahr kehrte die gute Stimmung an die europäischen Aktienmärkte zurück. Man glaubt jetzt zu wissen: Die Zinswende kommt, aber sie ist noch lange hin … und das bedeutet, der Euro kann wieder fallen und damit die Exportperspektive europäischer Unternehmen weiter aufhellen. Darüber hinaus hat man noch eine Weile „billiges Geld“, was das Wachstum ebenso unterstützen wird. Ob das alles wirklich so laufen wird, sei dahingestellt; was für den Moment zählt ist, dass die meisten Marktteilnehmer das glauben. Die EZB hat mit ihrer gestrigen Entscheidung äußerst clever agiert und dabei sicherlich auch die Börsen im Hinterkopf gehabt. Auf der einen Seite lässt man die Anleihekäufe über den bisher frühesten Endtermin September hinaus noch drei Monate laufen. Dass das dann mit 15 Milliarden Euro pro Monat auf Sparflamme geschieht, störte die Marktteilnehmer nicht. Dann käme als nächster Schritt zwar logischerweise die schrittweise Rückführung des Leitzinses auf Normalniveau, aber bis zum Sommer 2019, so die EZB, werde der Leitzins in jedem Fall auf dem derzeitigen Niveau von Null bleiben. Die Schlussfolgerung der Akteure am Devisenmarkt:

Expertenmeinung: Es ist noch zu früh, den Euro wegen dieser vagen Aussicht von vielleicht irgendwann 2019 steigenden Leitzinsen massiv zu kaufen. Wer im Vorfeld auf eine Rallye spekuliert hatte, wurde auf dem falschen Fuß erwischt, andere sprangen auf den Zug auf und gingen Short … und schon sackte der Euro massiv durch. Jetzt muss sich zeigen, ob die Euro-Bären über diese erste Reaktion hinaus imstande sind, das Abwärts-Momentum aufrechtzuerhalten. Entscheidend sind die Unterstützungen in Form des November 2017-Tiefs bei 1,1555 und des Tiefs vom Mai bei 1,1510 US-Dollar. Wenn es gelingt, da durchzubrechen, läge die nächste wichtigere Unterstützungslinie bei 1,1299 US-Dollar, das war der sogenannte „Trump-Peak“ am Tag nach der US-Wahl im November 2016. Angesichts der jetzt wieder „zurechtgerückten“ fundamentalen Vorgaben, nämlich vorerst bei null bleibende Leitzinsen in der Eurozone und einer ungebrochen nach oben weisenden Leitzins-Perspektive der US-Notenbank, wäre ein weiterer Abstieg des Euro zum US-Dollar, sprich ein Anstieg des Greenback, auch fundamental unterfüttert. Die Chance, dass diese Zone 1,1510/1,1555 US-Dollar fällt, ist also gar nicht schlecht.

Chart vom 14.06.2018, Kurs 1,1594 US-Dollar, Kürzel EUR.USD

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