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Commerzbank: Und der Verlierer ist …

Wenn eine Aktie aus dem DAX an einem Tag, an dem der Index beeindruckende 216 Punkte zulegt, mit knapp zwei Prozent Minus als Tagesverlierer aus dem Handel geht, ist das für die Aktionäre einer solchen Aktie natürlich hartes Brot. Aber im Fall der Commerzbank, die diese Rolle am Donnerstag einnehmen musste, ist das nachvollziehbar. Denn die Entscheidung der EZB, die Perspektive, die sie für die kommenden zwölf Monate gezeichnet hatte, indem man die Anleihekäufe noch ein Weilchen länger, bis Dezember, aufrechterhält und klar kommuniziert, dass die Leitzinsen wenn, dann nicht vor Sommer 2019 angehoben werden, mag für nahezu alle Branchen der Eurozone positiv sein. Aber nicht für die Finanztitel. Denn dort hätten höhere Zinsen, und seien es auch zunächst nur steigende Renditen am Anleihemarkt (die aber nach der EZB-Entscheidung fielen, statt zuzulegen), eine bessere Gewinnmarge im Kreditgeschäft bedeutet. Die Hoffnung, dass sich diese seit Jahren massiv auf die Gewinne drückende Situation bessert, war am Donnerstag erst einmal dahin.

Expertenmeinung: Mit diesem schwachen Donnerstag ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Aufwärtsbewegung der Aktie seit Ende Mai nicht mehr ist als eine normale Gegenbewegung in einem Abwärtstrend, deutlich gestiegen. Der Weg hin zu einem zumindest auf kurzfristiger Ebene relevanten Befreiungsschlag wäre ohnehin steinig gewesen, man hätte sich an der Widerstandszone 9,80/10,05 Euro ebenso vorbeikämpfen müssen wie an der mittelfristigen Abwärtstrendlinie bei 10,35 Euro. Aber schon im Vorfeld der EZB-Entscheidung war es scheinbar mühelos gelungen, diese Gegenreaktion bereits am unteren Ende dieser Widerstandszone abzuweisen. Mit dem Minus des Donnerstags fiel jetzt mit der 20-Tage-Linie auch noch die einzige Charthürde, die es zuvor im Zuge der zögerlichen Käufe zu überbieten gelang. Wenngleich es wohl nicht gerade ein Spaziergang würde, die Aktie auch noch unter das immerhin bei nur 8,68 Euro liegende, bisherige Jahres-Verlaufstief zu drücken: Unmöglich scheint das in dieser Konstellation nicht. Solange die Commerzbank-Aktie nicht über 10,35 Euro schließt, ist und bleibt der Trend bärisch!

Chart vom 14.06.2018, Kurs 9,29 Euro, Kürzel CBK

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