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Tesla: Die Uhr tickt, der 30. Juni kommt schnell näher

Es ist ein heißer Ritt, den Tesla und sein CEO Elon Musk da absolvieren. Tesla muss so schnell wie möglich den Break Even erreichen, um die Gläubiger zu beruhigen, denn der Elektrofahrzeugbauer hat gewaltige Schulden aufgetürmt. Wenn es gelingt, zeitnah rentabel zu produzieren, kann der Schuldenberg sukzessive abgebaut werden. Wenn nicht, dann nicht. Die Nachfrage scheint dabei kein Problem zu sein, es klemmt daran, die Produktionskapazität schnell genug hochzufahren. Das ist ein unglaublicher Kraftakt, der aber jetzt nicht mehr allzu viel Kapital aufzehren darf und dennoch schnell gehen muss. Eine entscheidende Deadline ist dabei der 30. Juni. Elon Musk hatte versprochen, dass es bis dahin gelingen würde, mindestens 5.000 Stück der „Cash Cow“, des neuen Model 3, pro Woche zu produzieren. Erst letzte Woche zeigte er sich zuversichtlich, dass das auch gelingt. Aber der 30. Juni ist nahe. Und Anfang Juli wird Tesla die Produktionszahlen des zweiten Quartals vorlegen müssen, dann wird sich zeigen, ob man wirklich noch im Plan ist. Wenn der nicht wenigstens einigermaßen eingehalten wird, kann die neu entflammte Zuversicht, die die Anleger aktuell zur Schau tragen, schlagartig dahin sein und die Aktie wie in einem defekten Fahrstuhl nach unten rauschen.

Expertenmeinung: Erst letzte Woche startete die Aktie einen neuen Aufwärtsimpuls, als im Rahmen der Aktionärsversammlung ein Antrag abgeschmettert wurde, die Position des Chairman und des CEO zu trennen und Elon Musk damit in seiner bisherigen „Alleinherrschaft“ über Tesla zu beschneiden. Weiterhin glauben viele, dass er das Kind schon schaukeln wird. Aber die am Dienstag überraschend kommunizierte Entscheidung, Tausende Stellen abzubauen, um die Rentabilität zu steigern, ist bedenklich. So knapp vor dem 30. Juni und das in einer Phase, wo doch eigentlich jede Hand benötigt werden müsste, ist das eine seltsame Entscheidung. Die Anleger quittierten sogar diese Meldung mit Käufen. Aber dass Elon Musk selbst gerade für knapp 25 Millionen US-Dollar seine eigene Aktie gekauft hat, wirkt, als wolle er damit die Stimmung mit aller Macht positiv halten. Skeptiker werden da schlussfolgern, dass er weiß, dass das auch bitter nötig ist. Zusammengefasst lässt sich festhalten: Die Aktionäre beteiligen sich derzeit an diesem heißen Ritt, indem sie wie wild kaufen und damit bereits ein positives Ergebnis des Wettrennens um die 5.000 produzierten Model 3 einpreisen. Rein charttechnisch gesehen wäre der Weg an das bisherige Rekordhoch bei 389 US-Dollar frei, wenn es gelingt, die Hochs vom Januar und Februar bei 360 US-Dollar zu überwinden. Aber geht diese Spekulation auf ein „alles wird gut“ schief, geht sie richtig schief: Es ist daher große Vorsicht angesagt!

Chart vom 13.06.2018, Kurs 344,78 US-Dollar, Kürzel TSLA

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