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Deutsche Lufthansa: Ein Jahr rauf, ein Jahr runter …?

Man nennt sie „Fahrstuhl-Aktien“: Besonders konjunktursensible Aktien, bei deren Unternehmen die Gewinne bei einer starken Konjunkturlage nahezu explodieren, bei einer Abkühlung dann aber auch ebenso schnell implodieren können. Und eines ist ihnen allen gemein, ob man sich da Chiphersteller, Autozulieferer oder wie bei der Lufthansa Airline-Aktien ansieht: Kaum jemand ist darauf vorbereitet, wenn der Fahrstuhl auf einmal wieder nach unten fährt, weil sehr viele Marktteilnehmer stur prozyklisch denken und gute Phasen deshalb mit dem Lineal in die Zukunft verlängern. Die meisten kaufen dann in wieder fallende Kurse noch hinzu, statt auszusteigen und/oder Short zu gehen. Was den Bären nur recht sein kann, denn so gibt es immer wieder Gelegenheiten, in Aufwärtsreaktionen hinein erneut Short zu gehen. Ist es für die Lufthansa, für die „Kranich-Aktie“, bereits wieder soweit? Die meisten sehen das, was sich seit Jahresanfang abspielt, als eine reine Korrektur an. Aber genau das ist das typische Denken von Marktteilnehmern, die so lange in einem Aufwärtstrend Geld verdient haben, dass es ihnen schwerfällt, umzudenken. Wenn man sich ansieht, wie viel die Aktie bereits seit ihrem Anfang Januar bei 31,26 Euro markierten Hoch abgegeben hat, müsste man indes konstatieren: Die Wende ist längst vollzogen. Aber geht der Abwärtstrend auch weiter?

Expertenmeinung: Das würde nicht wundern. Zwar stellte ausgerechnet die Lufthansa-Aktie am Mittwoch mit +3,24 Prozent den Tagessieger im DAX. Aber das ohne konkrete Nachrichten, das kann durchaus mit dem morgen anstehenden Verfalltermin der Optionen an der Terminbörse zusammenhängen. Grundsätzlich hatte das Unternehmen ja avisiert, dass der Gewinn in 2018 leicht unter dem Vorjahr liegen werde. Aber da man das auch Anfang 2017 vermutete und am Ende eine grandiose Gewinnsteigerung zu Buche stand, setzen viele darauf, dass der Vorstand auch diesmal bewusst tief gestapelt hat. Aber es gibt Hinweise, dass da in der Tat ein vorläufiges Hoch beim Gewinn erreicht ist. Denn dass die am Montag veröffentlichte, reine Zahl beförderter Passagiere mit +11 Prozent gegenüber Mai 2017 stark zugelegt hat, liegt schlicht daran, dass das Unternehmen sich in 2017 durch Zukäufe vergrößert hatte. Wichtiger ist die Sitz- und Frachtauslastung. Und da bringt man es bei der Sitzauslastung nur auf ein Plus von 0,4 Prozent auf nicht mehr leicht zu überbietende 79,4 Prozent, die Frachtauslastung hingegen fiel deutlich um 4,0 Prozent auf 63,7 Prozent. Das gibt zu denken – der Fahrstuhl könnte in der Tat bereits nach unten unterwegs sein. Und sollte die Aktie die Kreuzunterstützung zwischen 21,23 und 21,85 Euro brechen, zusammengesetzt aus dem markanten Zwischenhoch aus dem Juli 2017 und der im Herbst 2016 etablierten Aufwärtstrendlinie, könnte es durchaus sein, dass 2018 zum Spiegelbild des Vorjahres wird, die Aktie statt wie 2017 in zwei großen Schüben nach oben in zwei genauso großen Schüben nach unten läuft. Und käme es zum Bruch der Unterstützungszone 21,23/21,85 Euro, läge nur das Tief der Korrektur des Sommers 2017 bei 17,80 Euro als Unterstützung vor einem Abstieg der Aktie in den Auffangbereich 15,30/15,50 Euro.

LHA_2018_06_14

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