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US T-Bonds 2y: Sind heute Abend neue Rendite-Hochs fällig?

Die US-Anleihemärkte sind derzeit Diener vieler Herren. Auf der einen Seite reflektieren die fallenden Kurse der US Treasury-Bonds (kurz T-Bonds, i.e. US-Staatsanleihen) den Anstieg der Leitzinsen. Aber sie steigen seit Donald Trumps Amtsübernahme schneller als die Leitzinsen. Damit nehmen sich nicht nur die erwarteten, weiteren Anhebungen der Fed Funds Rate durch die US-Notenbank vorweg. Sie symbolisieren auch ein gewisses Misstrauen, das internationale Investoren diesen Bonds entgegenbringen. Und darüber hinaus den Abstieg des US-Dollars, der ebenfalls mit Trumps Amtsantritt begann und den ausländischen Investoren in T-Bonds seither in vielen Fällen mehr Währungsverlust als Verzinsung einbrachte. Das hat die Rendite für T-Bonds mit zwei Jahren Laufzeit sehr deutlich und weit nach oben getragen: Bis 2,58 Prozent zog die Rendite an, der Kurs, hier im Chart der Future der zweijährigen Laufzeiten, fiel entsprechend. Auf der anderen Seite sind diese Anleihen gerade wegen der ungewöhnlich guten Rendite (die Zweijährigen rentierten zuletzt 2008 auf diesem Level) lukrativ, wenn es am Aktienmarkt riskant wird. Dann ziehen die Kurse der Anleihen durch die steigende Nachfrage an, die Renditen kommen wieder zurück. Was wird sich da in den kommenden Tagen und Wochen durchsetzen?

Expertenmeinung: Immerhin gäbe es derzeit genug Anlass für kräftige Impulse. Dabei ist die Frage, ob die Entscheidung der US-Notenbank heute Abend schwerer wiegt als die anderen Einflüsse. Denn mit einer erneuten Leitzinserhöhung um 0,25 Prozent rechnet man ohnehin. Und ob es die „Fed“ wagen wird, ihre Guidance bezüglich der Zahl noch ausstehender Zinserhöhungen im laufenden Jahr zu verändern, ist fraglich. Das könnte die mit 2,54 Prozent schon wieder nahe am bisherigen Hoch liegende Rendite der „Zweijährigen“ auf neue Hochs treiben und damit die bisherigen Tiefs im Kurs (105 23/32 US-Dollar) durchbrechen. Zwingend wäre das aber keineswegs. Da dürfte es interessanter sein, wie die US-Anleihekurse auf eine neue Welle im Handelsstreit reagieren, die jetzt, nach dem Treffen in Singapur, auf dem Programm des US-Präsidenten stehen könnte. Würde es da zu einer Eskalation kommen, wäre es gut möglich, dass es hier tatsächlich auf neue Kurs-Tiefs und damit Rendite-Hochs ginge. Dass der Kurs der „Zweijährigen“ nach dem kurzen, hysterischen Sprung Ende Mai, ausgelöst durch die Aufregung um Italiens Regierungsbildung, schnell wieder in Richtung der bisherigen Tiefs läuft, deutet schließlich an: Die Bären haben hier weiterhin Ambitionen … Long-Trades bieten sich hier unverändert nicht an.

ZT_2018_06_13

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