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S&P 500: Wie lange geht das noch gut?

Rein charttechnisch betrachtet läuft es derzeit absolut rund für den marktbreiten US-Index Standard & Poor’s 500 (S&P 500). Als würden die Marktteilnehmer aus einem Guss sein, alle gemeinsam ausschließlich nach charttechnischen Erwägungen agieren. Aber genau das sollte misstrauisch stimmen. Denn auch, wenn es dadurch wirkt, als würde man jegliche Risiken, von denen es gerade aufgrund der zahlreichen riskanten Aktivitäten der US-Regierung genügend gibt, einfach ausblenden: Niemand könnte sich dessen sicher sein. Denn man kann am Chartbild nicht unterscheiden, ob die Akteure die Gefahren ausblenden oder bislang einfach nur nicht reagieren, weil sie darauf setzen, bei entsprechend negativen Signalen der Charttechnik schon noch rechtzeitig aussteigen zu können. Der Verdacht, dass das Fundament dieser Rallye maroder ist als der erste Blick das vermuten ließe, fußt auch darauf, dass die Investoren auf normalerweise äußerst wichtige Impulse nicht mehr reagieren, weil der Aufwärtstrend derzeit gesichert scheint, Käufe also nicht nötig sind und Verkäufe in solchen Fällen verfrüht erscheinen. Der Eklat des G7-Gipfels wird den USA mittelfristig schaden. Keine Reaktion. Und was das Treffen von Trump und Kim Jong Un angeht, hätte das eigentlich für positive Reaktionen sorgen müssen. Dass da mehr Sprüche geklopft als klare Verhältnisse geschaffen wurden, mag zwar sein. Aber das ist ein Kennzeichen der derzeitigen Regierung, die die US-Anleger insgesamt bisher auch nicht davon abgehalten hat, solche „Erfolge“ mit kräftigen Käufen zu beantworten. Aber es tat sich am Dienstag herzlich wenig. Ist also Vorsicht angeraten?

Expertenmeinung: Durchaus, aber das ist an der Wall Street ohnehin immer zu empfehlen. Nur wäre Vorsicht nicht mit einer bärischen Vorlage zu verwechseln. Wenn es gegen die Vernunft, aber stur nach charttechnischem Lehrbuch läuft, deutet das auf starke Dominanz großer technisch orientierter Marktteilnehmer, vornehmlich wohl Hedgefonds, hin. Und solange die ihren Kurs stur einhalten, muss schon einiges passieren, um die Tendenz abrupt und nachhaltig zu drehen. Sie sehen im Chart, dass der S&P 500 Ende Mai auf die zuvor nach oben durchbrochene Abwärtstrendlinie zurückgesetzt hatte und dadurch den Ausbruch bestätigte. Das sorgte für neuen Schwung, der den Index über den Level trug, in dem er zuvor Mitte Mai stagniert hatte. Grundsätzlich würde noch das März-Hoch bei 2.802 Punkten einen Widerstand darstellen, aber solange die kritischen Rahmenbedingungen nicht ins Kursgeschehen einfließen, wäre das kein zwingender Grund für den Index, nach unten abzudrehen. Ein Auge sollte man indes auf den übermorgen anstehenden Abrechnungstermin an der Terminbörse haben. Danach pflegt die Dynamik gerne zu erlahmen. Aber solange der Index nicht wieder unter die derzeit bei 2.737 Punkten verlaufende 20-Tage-Linie zurückfällt und damit auch die jetzt als Unterstützung dienenden Mai-Hochs unterbietet, bliebe dieser Index, bei aller gebotenen Skepsis und Vorsicht, bullisch.

Chart vom 12.06.2018, Kurs 2.786,85, Kürzel SPX

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