Börsenblick

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Metro: Im Tandem auf neue Tiefs?

Es ist gerade einmal elf Monate her, dass die alte Metro in die beiden Teile Metro mit dem Lebensmittel-Einzelhandel und Ceconomy mit den Elektronikmärkten aufgespalten wurde. Während es oft heißt „gemeinsam sind wir stärker“, entschloss man sich hier, mit einer klareren Fokussierung auf den jeweiligen Bereich mehr Stärke und Werthaltigkeit zu entwickeln. Man sieht, was dabei herauskam: Metro startete dieses neue Börsenleben am 13. Juli 2017 bei genau 20 Euro. Jetzt taumelt der Aktienkurs schon in Richtung Kurshalbierung. Die Investoren waren zwar von Anfang an skeptisch gewesen, aber als Metro im April seine Jahresprognose kappen musste, war es ganz vorbei. Nach dem auf diese Nachricht folgenden, scharfen Abverkauf gelang es nicht einmal mehr, auf kurzfristiger Ebene einen glaubwürdigen Aufwärtsimpuls zusammen zu bringen. Woher rührt dieses so intensive Misstrauen?

Expertenmeinung: Man gewinnt den Eindruck, dass die meisten Marktteilnehmer Metro und Ceconomy immer noch als Verbund ansehen und den Eindruck haben, dass diese Trennung nichts zum Positiven verändert hat. Betrachtet man sich den Kursverlauf von Ceconomy (den wir in einer unserer gestrigen Analysen behandelt hatten) und den der Metro, wirkt es, als würden sie wie auf einem Tandem im Gleichschritt abwärts laufen. Und egal, wo etwas schiefgeht, man fürchtet, dass der andere Teil des „Tandems“ dann auch nicht besser dasteht. Wirtschaftlich ist das so nicht der Fall, aber eines bleibt den beiden Unternehmen natürlich gemein: sie sind und bleiben Konsumunternehmen und daher von einem günstigen Konsumumfeld abhängig. Das sich, wie der erneut und jetzt auf den tiefsten Stand seit Herbst 2012 gefallende deutsche ZEW-Index der Konjunkturerwartungen andeutet, einzutrüben beginnt. Am Dienstag gelang es noch, die Metro-Aktie vor einem Rutsch unter ihr bisheriges Allzeit-Tief von 10,93 Euro, markiert am 16. Mai, zu bewahren. Aber ein Tagestief bei 11,02 Euro macht sehr klar: Das kann jederzeit nachgeholt werden, Metro dann der Zehn Euro-Marke entgegen rutschen und damit der Kurshalbierung anheimfallen. Erst, wenn diese Aktie die Handelsspanne der letzten anderthalb Monate mit Schlusskursen über 12,10 Euro nach oben verlassen würde, wäre sie zumindest auf kurzfristiger Trading-Ebene bullisch. Bis dahin bleibt Metro eine Aktie, an der die Bären ihre Freude haben.

Chart vom 12.06.2018, Kurs 11,19 Euro, Kürzel B4B

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