Börsenblick

Zurück Juni Weiter
Zurück 2018 Weiter

TecDAX: Drei Warnsignale in drei Wochen? Es wird eng!

Es war mehr eine Flucht nach vorne als ein von positiven Nachrichten unterfütterter Ausbruch. Der Euro war auf dem Rückzug und stützte damit die Exportperspektiven europäischer Unternehmen, als der TecDAX Anfang Mai aus seiner zu Jahresbeginn etablierten, breiten Handelsspanne nach oben ausbrach und dadurch neue, mehrjährige Hochs erreichte. Aber schon da schien sich die Wachstumsdynamik weltweit abzukühlen. Und vor allem war klar, dass die US-Wirtschafts- und Handelspolitik mehr und mehr zu einer Wundertüte wird und Gefahren birgt, die schlicht nicht kalkulierbar sind. Anzunehmen, dass die schon zum ersten Quartal nicht mehr durchweg positiv überraschenden Quartalsbilanzen der TecDAX-Unternehmen im zweiten Quartal durchstarten könnten, wäre mit diesem Hintergrund verwegen, das kann nicht Basis dieses Ausbruchs gewesen sein. Zum Teil zog die Hausse des „großen Bruders“, der US-Technologiebörse Nasdaq, darüber hinaus dürfte es indes vor allem die vorgenannte „Flucht nach vorne“ gewesen sein, der Versuch, durch charttechnische Kaufsignale wieder Zug in den Index zu bekommen und damit aus Widerständen Unterstützungen zu machen, die den Index auffangen würden, sollte sich die Lage eintrüben. Man darf gespannt sein, ob das gelingt, denn:

Sie sehen in den Charts auf Wochen- ebenso wie auf Tagesbasis, dass der Ausbruch über die Hochs vom Januar und März bei 2.726 bzw. 2.733 Punkten relativ bald seinen Schwung verlor. Es fehlt an der unmittelbaren Motivation. Selbst wenn die Ergebnisse des zweiten Quartals gut ausfallen sollten, so muss man sich dahingehend doch noch über einen Monat gedulden, bis die ersten Zahlen einlaufen. Der Euro zieht aktuell schon wieder an, läuft somit in die falsche Richtung. Und was einen möglichen Handelskrieg angeht, war der G7-Gipfel am Wochenende keine Basis dafür, Entwarnung zu geben. Die Skepsis ist mit Händen zu greifen … und im Chart zu sehen:

Drei Warnsignale im Candlestick-Chart binnen drei Wochen: Das ist ein klares Signal dafür, dass das bullische Lager in die Defensive gerät. Sie sehen im Chart zwei Abendsterne (markiert mit 1 und 2), bei denen es gelang, die für die Wertung als bärisches Signal erforderliche Bestätigung durch eine unmittelbar folgende rote Kerze zu verhindern. Am Donnerstag folgte dann ein „bearish engulfing pattern (3). Auch da gelang es mit knapper Not, eine unmittelbar folgende, bestätigende rote Kerze zu verhindern und zum Handelsende die 20-Tage-Linie bei 2.803 Punkten knapp zu halten. Aber je öfter der Chart Schwäche andeutet, desto weniger Akteure dürften bereit sein, bärische Warnsignale durch eigene Käufe aktiv zu kompensieren. Und wie gesagt:

Chart vom 08.06.2018, Kurs 2.805,10 Punkte, Kürzel TDX
Eigentlich wäre der G7-Gipfel keine Motivation, hier heute beherzt zuzugreifen und den Index aus der aktuellen Handelsspanne nach oben hinaus zu tagen, einen Befreiungsschlag zu generieren. Sollte der TecDAX erneut Schwäche zeigen, sollte er unter 2.725 Zählern schließen, dann wäre die „Flucht nach vorne“ zum Bumerang geworden und der Index auf Trading-Ebene ein interessanter Short-Kandidat.

Chart vom 08.06.2018, Kurs 2.805,10 Punkte, Kürzel TDX

Auch interessant:

Was sagt der Vorstand über den IPO von Home24? Interview mit Marc Appelhoff | LYNX fragt nach
DAX mit positiven Signalen | LYNX Marktkommentar
Stellt die EZB die Anleihekäufe ein? - Interview mit Robert Halver | LYNX fragt nach
Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN