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MediGene: Da könnten 20 Prozent nach unten drin sein

Als die Aktie des im TecDAX gelisteten Biotechunternehmens MediGene Mitte Mai über 16 Euro stieg, wurde dadurch über mittelfristig wichtigen Unterstützungen ein Doppeltief vollendet. Es schien alles klar zu sein für das bullische Lager. Aber der Ausflug über das April-Hoch, der diese Wende auslöste, endete schnell, wurde zur Bullenfalle. Seither konnten die Bullen keinen Stich mehr machen. Es gelang zwar, die mittelfristige Supportzone, die im Vorfeld gleich zweimal verteidigt wurde, zunächst zu halten, konkret die doppelte Unterstützung aus der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie und der 200-Tage-Linie im Bereich 13,85/13,95 Euro. Aber nachdem das fast zwei Wochen lang keine Käufe auslöste, war den Tradern klar: Es ist die Unterseite, die verwundbar ist, auf der leichter Gewinne zu erzielen wären. Am Donnerstag wurde diese Auffangzone leicht gebrochen. Und am Freitag fiel zudem noch eine seit Herbst letzten Jahres immer wieder als Wendezone fungierende Linie um 13,40 Euro. Ergebnis: Trendbruch.

Expertenmeinung: MediGene ist eine eher marktenge Aktie. Größere Orders können starke Kursausschläge nach sich ziehen. Das wäre natürlich grundsätzlich eine Chance, diesen starken Abwärtsschub auf 13,00 Euro am Freitag mit einer Hauruck-Aktion zu egalisieren, MediGene umgehend wieder über 14 Euro und damit zurück in den alten Aufwärtstrend zu tragen. Aber da stellt sich die Frage nach der Motivation. MediGene operiert in den roten Zahlen. Und auch, wenn natürlich die Chance besteht, dass sich hohe Aufwendungen für Forschung heute irgendwann in solide Gewinne verwandeln, so weiß doch niemand abzuschätzen, wann dieses „irgendwann“ sein wird. Ob MediGene steigt oder fällt, ist daher mangels Berechnungsbasis nicht an einem Kurs/Gewinn-Verhältnis festzumachen, sondern am Grad des Optimismus der Akteure. Und nach diesem am Ende doch vergeblichen Verteidigen mittelfristiger Unterstützungen dürfte der sich in Grenzen halten, zumal: Die nächste wirklich markantere charttechnische Unterstützung wäre das Tief vom November, das aber erst bei 10,23 Euro wartet. Da wären also aus dieser Warte heraus noch 20 Prozent Luft nach unten … ob sich die Bären hier einfach die Butter vom Brot nehmen lassen, ist damit fraglich.

Chart vom 08.06.2018, Kurs 13,00 Euro, Kürzel MDG1

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