Börsenblick

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Microsoft: Risiko im charttechnischen Mikrokosmos

Mr. Softee, wie Microsoft in den USA gerne von den Anlegern genannt wird, ist eine dieser Aktien, an denen man normalerweise nie zweifelt. Der Umsatz wird steigen, der Gewinn wird steigen und, da ist man sich mehrheitlich völlig sicher, auch die Aktie. Von 31 Microsoft beobachtenden Analysten haben 27 ein „Kaufen“-Rating. Und das Kursziel, derzeit im Durchschnitt im Bereich um 111 US-Dollar, wird von nicht wenigen Experten einfach angehoben, wenn die Aktie es überwunden hat. Und wenn man sich den Kursverlauf so ansieht, kommen auch keine Zweifel auf. Sie schwankt zwar, aber das tun ja alle Aktien. Hauptsache, es geht unter dem Strich aufwärts … und das ist bislang der Fall. Deutlich vorsichtiger würde man hier aber, wenn man sich in den Mikrokosmos des kurzfristigen Chartbilds begibt. Denn gegen Gewinnmitnahmen ist auch ein Microsoft nicht gefeit … und aus denen kann dann auch schon mal eine größere Korrektur werden. Die Saat hierfür wäre am Donnerstag ausgebracht worden:

Expertenmeinung: Seit Ende Januar hatte sich die Aktie immer wieder ein Stückchen näher an die historische, runde Marke von 100 US-Dollar herangeschlichen. 96,07 US-Dollar, 97,24 US-Dollar, 97,90 US-Dollar, 98,69 US-Dollar, die Zwischenhochs kamen der 100er-Linie immer näher. Am 1. Juni, pünktlich zu Beginn des neuen Börsenmonats, war es dann soweit: Erstmals in seiner Geschichte schloss Mr. Softee bei über 100 US-Dollar. Ein neues Rekordhoch, eine bezwungene runde Marke, die Nasdaq auf Rekordfahrt … man hätte mit beherzten Anschlusskäufen rechnen dürfen. Aber es wurden nur drei kümmerliche Dojis, die diesem Ausbruch folgten … und denen wiederum am Donnerstag eine rote Kerze folgte, die den kleinen Kursgewinn, der in den drei Handelstagen zuvor erreicht wurde, fast vollständig tilgte. Dass diese plötzlichen Abgaben genau auf Höhe eines Ende 2017 etablierten Aufwärtstrendkanals begannen, ist ein klares Indiz dafür, dass nicht wenige Akteure diese Begrenzung als bedeutsamer erachteten als einen jetzt dreistelligen Aktienkurs. Und damit wird es jetzt spannend. Sollte sich der Abgabedruck fortsetzen und Microsoft mit Schlusskursen unter 96 US-Dollar durch die 20-Tage-Linie und die letzten Zwischenhochs abrutschen, wäre aus dem neuen Rekordhoch ebenso eine Basis für eine Korrektur geworden, wie das Anfang Februar und Mitte März der Fall war. Dann wäre ein Test der derzeit bei 89,80 US-Dollar verlaufenden, unteren Begrenzung des Trendkanals oder der bei 87,10 US-Dollar notierenden 200-Tage-Linie ein naheliegendes Szenario.

MSFT_2018_06_08

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