Börsenblick

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MDAX: Zwischen zu vielen Stühlen?

Es ist derzeit fast unmöglich abzuschätzen, wie die Rahmenbedingungen für den deutschen Aktienmarkt in drei, vier Monaten aussehen. Neben geopolitischen Unsicherheiten (Nordkorea, Iran) haben sich die USA seit Anfang 2017 von einer „sicheren Bank“ zu einem unberechenbaren Element gewandelt. Am Devisenmarkt ist offen, ob der Euro seine Normalisierung fortsetzt und weiter fällt, oder ob er doch wieder an oder gar über die letzten Hochs läuft, vor allem zum US-Dollar. Denn jetzt kommt auch noch die Europäische Zentralbank als Unsicherheitsfaktor hinzu. Da klang durch, dass man kommende Woche über einen Ausstieg aus den Anleihekäufen diskutieren wolle. Von da zu einer Zinswende wäre es, vielleicht, nicht weit – und was dann? Starke Unternehmensgewinne oder ein Rückgang des Profits, selbst jetzt, nahe der Halbzeit, ist das nicht einmal für 2018 wirklich absehbar. Kein Wunder, dass das Chartbild des MDAX zerfasert, trendlos daherkommt … wenn man sich den Chart auf Tagesbasis betrachtet. Aber da sieht man ja manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht, deshalb gehen wir eine Ebene höher, auf die Wochenbasis. Und da sieht die Sache schon ganz anders, deutlich „geordneter“, aus:

Expertenmeinung: Der „Index der zweiten Reihe“ bewegt sich in einem Anfang 2016 etablierten, breiten Aufwärtstrendkanal … mit theoretisch viel Luft nach oben, denn dessen obere Begrenzung wartet aktuell erst bei knapp 29.400 Punkten. Erst im März und April hatte der Index die untere Begrenzung des Trendkanals mehrere Wochen lang getestet und verteidigt, vermochte von dort aus die 200-Tage-Linie zurückzuerobern und bestätigte diese erst letzte Woche erfolgreich als Unterstützung. Bei all den Unsicherheiten haben wir hier also noch ein bullisches Gesamtbild und eine Distanz zum bisherigen Rekordhoch bei 27.525 Punkten, die zügig überwunden werden könnte – falls einige der derzeit offenen Fragen sich in positiver Weise beantworten. Vorsicht ist natürlich unabdingbar, aber auch da ließe sich der MDAX über das kurzfristig desorientiert wirkende Bild der Tagesbasis hinaus auf Wochenbasis gut einordnen. Je nach Risikograd wären die 200-Tage-Linie bei knapp 26.100 Punkten, die bei 25.650 Punkten verlaufende, untere Begrenzung des Trendkanals oder das bisherige Jahres-Verlaufstief aus dem Februar bei 24.808 Punkten geeignete Ankerpunkte zur Orientierung eines Stoppkurses … ohne den man in einem Umfeld wie diesem auch, wenn der Trend weiterhin intakt aufwärts weist, nicht agieren sollte.

Chart vom 06.06.2018, Kurs 26.807,78 Punkte, Kürzel MDAX

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