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Sixt rauscht in den Keller – Gründer senkt Beteiligung

Sixt SE ist ein weltweit tätiger und Deutschlands führender Mobilitätsdienstleister. Zusammen mit Lizenznehmern und Partnern ist das Unternehmen in mehr als 100 Ländern für unsere Kunden präsent.
Das Kerngeschäft entfällt auf die Bereiche Autovermietung und Leasing sowie damit verbundene Dienstleistungen wie Service und Wartung. Darüber hinaus plant Sixt ein eigenes Carsharing-Angebot und expandiert derzeit in Nordamerika.

Das Geschäft brummt

Sixt kann zuletzt auf mehrere Jahre des starken Wachstums zurückblicken. Während der Umsatz zwischen 2008 und 2014 stagnierte, konnte Sixt zuletzt wieder an Fahrt aufnehmen. Seitdem stiegen die Einnahmen von 1,80 auf 2,60 Mrd. Euro.
Darüber hinaus stieg der Gewinn überproportional von 2,28 auf 4,09 Euro je Aktie.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres konnte das Unternehmen nahtlos an die positive Entwicklung anknüpfen. Der Umsatz kletterte auf Jahressicht um 10% auf 625,7 Mio. Euro und das operative Ergebnis vor Steuern EBT von 28,7 auf 51,2 Mio. Euro.

Darüber hinaus sind dem Konzern durch den Ausstieg beim Joint-Venture DriveNow weitere 209 Mio. Euro zugeflossen. Sixt hatte die Zusammenarbeit mit BMW beendet und will zukünftig ein eigenes Carsharing-Angebot aufbauen.

Der Ausblick überzeugt ebenfalls. Im laufenden Geschäftsjahr soll der Gewinn von 4,09 auf 4,59 Euro je Aktie zulegen und die Dividende deutlich angehoben werden. Sixt kommt nach dem aktuellen Kurssturz somit auf ein KGV von 25,4 und ein KGVe von 22,6. die Dividendenrendite liegt knapp unter 3,0%.
Aus fundamentaler Sicht erscheint die Aktie von Sixt daher fair bewertet, ist aber auch kein Schnäppchen.

Eine günstigere Alternative wäre die stimmrechtslose Vorzugsaktie. Durch den niedrigeren Kurs liegt das KGVe hier bei 16 und die Dividendenrendite bei über 4,0%.

Firmengründer stößt Aktien ab

Firmengründer und CEO Erich Sixt hat sich im Rahmen einer Privatplatzierung von etwas mehr als einer Million Aktien getrennt und seinen Anteil somit 61,6 auf 58,3 Prozent gesenkt. Berichten zufolge gingen die Papiere für 102,00 Euro über den Tisch.
Die Stammaktie von Sixt reagierte darauf recht scharf und gab zeitweise um über 8% nach.

Die Papiere von Sixt haben eine beeindruckende Rallye hinter sich. Seit dem Tief aus dem Jahr 2016 hat sich der Kurs im hoch nahezu verdreifacht. Es ist daher verständlich, dass der größte Anteilseigner Gewinne mitnehmen möchte. Auf der anderen Seite fragt man sich natürlich, ob man es ihm nicht gleichtun sollte und das Kurspotenzial vorerst ausgeschöpft ist.

Charttechnischer Ausblick

Die Aktie ist übergeordnet bullisch und bewegt sich in einem langfristigen Aufwärtstrend. Nach der steilen Rally wäre eine Korrektur aber ohnehin angebracht und bereits die Candlesticks der letzten Wochen waren ein klares Warnsignal.
Es ist durchaus möglich, dass sich die laufende Korrektur noch weiter fortsetzt. Unterhalb von 105,00 Euro läge ein mögliches Ziel im Unterstützungsbereich zwischen 92,50 und 95,00 Euro.

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