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Sartorius: Mit einem „Evening Star“ in den Keller?

Mit dem Namen Sartorius verbinden die meisten Investoren wohl nach wie vor automatisch Waagen. Aber alleine mit der Herstellung von Präzisionswaagen würde die Aktie wohl eher nicht derart kräftige Sprünge vollziehen. Da ist noch einiges mehr dahinter, so vor allem Labor- und Prozesstechnologie verschiedenster Art. Und Wachstum. Der Umsatz des Unternehmens legt seit Jahren regelmäßig zu, der Gewinn pro Aktie, wenngleich mit ein paar Bocksprüngen, desgleichen. Und das soll auch dieses und kommendes Jahr so weitergehen. Dies in Kombination mit einer zukunftsträchtigen Branche macht die Aktie durchaus attraktiv. Aber das feit sie nicht davor, irgendwann auch mal zu teuer, zu hoch bewertet zu sein. Und dieser Punkt war am 25. Mai offenbar erreicht. Mit 146,30 Euro erreichte die im TecDAX notierte Sartorius Vorzugsaktie einen Punkt, an dem kräftige Abgaben einsetzten. Und aus fundamentaler Sicht war das nicht gerade vorschnell. Immerhin erwarten die Analysten, dass das Unternehmen 2019 um die 2,65 Euro pro Aktie verdienen wird. 2017 waren es 2,10 Euro. Gut 25 Prozent Gewinnanstieg innerhalb von zwei Jahren – das ergibt ein auf den (ja erst noch zu verdienenden) 2019er-Gewinnen basierendes Kurs/Gewinn-Verhältnis von 47. Das ist in Relation zum Wachstumstempo zu teuer.

Expertenmeinung: Es bedurfte aber erst eines Auslösers in Form eines bärischen Signals im Candlestick-Chart, um eine Korrektur anzustoßen. Mitte März war es ein markantes „bearish engulfing pattern“ gewesen, diesmal war es ein „evening star“, ein Abendstern. Nach einer Rallye entstand nach einer grünen Kerze ein Doji, wobei dieses Exemplar als „bearish long upper shadow“ besonders auffällig daherkam. Normerweise zeigt ein „evening star“ danach eine lange rote Kerze. Das muss aber nicht zwingend sein, auch eine Kerze mit kleinem Körper und langen Dochten kann die Formation vollenden, solange der Kerzenkörper nur klar unter dem des Doji in der Mitte liegt. Das war der Fall und, besonders wichtig, die Bestätigung dieser Formation durch umgehenden Verkaufsdruck folgte am Folgetag auf dem Fuße. Es folgte der Bruch des April-Hochs, der 20-Tage-Linie und der Februar-Aufwärtstrendlinie im Bereich 128/131 Euro und damit klare, bärische Signale. Nach unten hin finden sich alle fünf Euro Wendepunkte, die theoretisch als Unterstützung dienen könnten, es aber mit Blick auf die hohe Bewertung der Aktie keineswegs müssen. Solange die Sartorius Vorzüge nicht wieder über den derzeit entscheidenden Widerständen bei 128/131 Euro schließen, schlägt die Waage hier zu Gunsten der Bären aus.

Chart vom 04.06.2018, Kurs 125,00 Euro, Kürzel SRT3

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