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Nordex: Jetzt geht es um die mittelfristige Wende

Stark angefangen, stark nachgelassen: Aus einem zeitweise immensen Plus wurde am Freitag zum Handelsende ein kleines. Und genau das macht deutlich: Jetzt geht es bei der Aktie des Windkraftanlagenbauers Nordex um die Wurst, genauer um die Entscheidung, ob hier auch auf mittelfristiger Ebene eine Trendwende nach oben gelingt und die Bären, die seit Anfang 2016 ein ums andere Mal imstande waren, jedwede Versuche einer nachhaltigen Aufwärtswende niederzuringen, endgültig in die Flucht geschlagen werden. Basis der wiederbelebten Stärke dieser Aktie waren die Mitte Mai präsentierten Quartalsergebnisse. Zwar lagen Umsatz und Gewinn in den ersten drei Monaten des Jahres klar unter den Ergebnissen des Vorjahres. Aber das hatte man einkalkuliert, das war so avisiert worden. Was da aufrüttelte, war der Auftragseingang, der mit 820 Millionen Euro sehr deutlich über dem des Vorjahresquartals (333 Millionen Euro) lag. Das weckte die Hoffnung, dass der Nettoverlust, den Nordex für das Jahr 2018 bislang einkalkuliert, womöglich doch schwarzen Zahlen weichen könnte. Eine realistische Hoffnung?

Expertenmeinung: Das ist unmöglich jetzt schon einzuschätzen. Das wäre der Fall, wenn der Auftragseingang auch für das laufende zweite Quartal absolut überzeugen könnte. Aber die Zahlen dazu kommen erst Mitte August. Bis dahin ist es eine Frage des Optimismus, ob man daran glauben und einstigen mag oder nicht. Und der Optimismus findet, solange es seitens des Unternehmens keine neuen Nachrichten gibt, seine Nahrung in einem bullischen Trend. Das wissen jedoch auch die Bären – und versuchen, die Wende abzuwehren. Die wäre dann in Form eines großen Doppeltiefs vollzogen, wenn Nordex über das zwischen diesen beiden Tiefs liegende Zwischenhoch, zugleich das bisherige Jahres-Verlaufshoch, bei 11,70 Euro hinaus laufen würde. Die Käufe des Freitags wären, wäre die Aktie am Tageshoch aus dem Handel gegangen, ein wichtiger Schritt dorthin gewesen. Dass die Bären dem umgehend ein Bein stellten und dagegenhielten macht klar: Noch ist Gegenwehr vorhanden. Doch die Basis sieht recht gut aus: Dass Nordex einen kleinen Rücksetzer genau auf Höhe der nächstliegenden Kreuzunterstützung in Form der April-Hochs und der 20-Tage-Linie beendete zeigt: Auch auf Seiten der Bullen wird gezielt entsprechend der Charttechnik getradet. Und das bullische Lager wird stärker. Gut möglich also, dass der Abverkauf der Gewinne am Freitag nicht ausreicht, um die Optimisten zu vergrämen. Aber nichtsdestotrotz hat das bullische Lager hier erst einen „Big Point“ eingefahren, wenn dieses Doppeltief wirklich vollendet, die Hürde bei 11,70 Euro wirklich genommen wurde.

Chart vom 01.06.2018, Kurs 10,67 Euro, Kürzel NDX1

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