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Apple: Vorsicht, ganz dünnes Eis!

Am Tag, an dem kurz nach Handelsende die Bilanz zu Apples zweitem Geschäftsquartal, dem ersten Kalenderquartal 2018, veröffentlicht wurde, schloss die Aktie bei 169 US-Dollar. Sieben Handelstage später schloss sie um 190 US-Dollar, auf neuem Rekordhoch. Dann kroch sie auf einmal seitwärts … nur, um am Freitag das bisherige Hoch wieder zu erreichen, bereit, nach oben auszubrechen. Über die runde Marke von 200 US-Dollar. Oder sogar darüber. Das sieht im Chart hervorragend aus, keine Frage. Zumal die Aktie beim Touchieren der von unten nachgelaufenen 20-Tage-Linie sofort wieder ansprang. Das zeigt, dass die bullischen Trader hier weiter präsent sind und nichts anbrennen lassen wollen. Nur schaut man hinter den Vorhang, findet man Rahmenbedingungen die, gelinde gesagt, sehr dünnes Eis für die Bullen darstellen. Es ist schon komisch: Dialog Semiconductor brach am Freitag massiv ein, weil man dort die Umsatzprognose fünf Prozent niedriger ansetzen musste. Grund: Apple habe die bisherige Mengenprognose für Power-Management-Chips für Smartphones reduziert. Dialog Semiconductor fällt wie vom Blitz getroffen … und Apple reagiert nicht? Dort hat man doch die benötigte Menge dieser Chips zusammengestrichen. Dass das darauf zurückzuführen ist, dass man bei Apple mit weniger verkauften iPhones rechnet, läge nahe. Andererseits: Wenn man schon mal dabei ist, kritische Punkte zu ignorieren, warum nicht auch das?

Expertenmeinung: Immerhin hatten die Verkaufszahlen der iPhones schon im Weihnachtsquartal unter den Analystenprognosen gelegen, für das erste Kalenderquartal 2018 galt das ebenso. Und die iPhones sind die „Cash Cow“ des Unternehmens. Warum also reagierte man nicht? Warum war Apple überhaupt trotz nicht überzeugender iPhone-Verkäufe nach der letzten Quartalsbilanz so stark gelaufen? Wegen der Umsätze bei Macs und Tablets nicht, denn die gingen gegenüber dem Vorquartal sogar zurück. Nein, es war nur ein Element, das die Kurse trieb: das Aktienrückkaufprogramm, das da parallel zum Zahlenwerk ausgelobt wurde. Apple kauft sowieso schon lange eigene Aktien zurück, so dass die steigenden Gewinne pro Aktie permanent verfälscht werden, weil der Gewinn sich auf immer weniger Aktien verteilt. Aber diesmal geht es um sagenhafte 100 Milliarden US-Dollar. Das waren zum Zeitpunkt der Bekanntgabe am 1. Mai etwa 12 Prozent aller Aktien. Das war es, was die Aktie höher trieb. Aber rechnet man 12 Prozent auf den Stand von 169 US-Dollar, den die Aktie vor der Bekanntgabe der Maßnahme hatte, kommt man auf 189 US-Dollar. Dorthin sauste die Aktie auch – genauer, auf 190 US-Dollar. Und dann passierte nichts mehr. Kein Wunder, denn wie gesagt, die Bilanz an sich konnte keine Begeisterung hervorrufen. Wenn Apple jetzt ausbricht, wären das Vorschusslorbeeren auf die Ergebnisse des am 30. Juni endenden Quartals. Aber wenn man dann die Meldung über die Reduzierung der voraussichtlichen Bestellmenge der Power Management-Chips bei Dialog Semiconductor bedenkt, sollte man skeptisch sein, was die Nachhaltigkeit eines solchen Ausbruchs angeht. Ein Stop Loss um 182 US-Dollar, knapp unter der Seitwärts-Range und dem markanten Zwischenhoch von Mitte März (183,50 US-Dollar) wäre da eine Sicherungsleine, über die man nachdenken sollte.

Chart vom 01.06.2018, Kurs 190,24 US-Dollar, Kürzel AAPL

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