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Deutsche Bank: Das ist starker Tobak!

Die Deutsche Bank-Aktie war ja ohnehin schon auf dem absteigenden Ast. Aber was da am Donnerstag bekannt wurde, schlug dem Fass – und der Aktie – den Boden aus: Die US-Notenbank hatte die US-Tochter der Deutschen Bank schon letztes Jahr auf die Liste der Banken gesetzt, die „in Schwierigkeiten“ sind. Das ist die unterste Kategorie, die diejenigen Banken umfasst, die Gefahr laufen, Pleite zu gehen und daher besonderer Aufsicht unterliegen. Grundsätzlich veröffentlicht die Notenbank solche Einstufungen nicht, kommentiert werden sie erst recht nicht. Aber dieser Aspekt wurde bekannt, weil die US-Einlagensicherung FDIC das Unternehmen ebenfalls als „Problembank“ einstufte. Die Marktteilnehmer reagierten entsetzt. Und der Abverkauf dürfte an Intensität zugenommen haben, als das bisherige Tief im nicht bereinigten Chart, bei 9,89 Euro gelegen, brach und dadurch zum einen Stop Loss-Verkaufsorders ausgelöst wurden und sich zum anderen manch ein Leerverkäufer auf das Papier gestürzt hat. Dieses bisherige Tief von 9,89 Euro war schon am Mittwoch knapp, aber noch nicht signifikant unterboten worden. Gestern versuchte man sich zunächst daran, sich wieder an und über zehn Euro zu retten, doch dann kam diese Nachricht – und vorbei war es mit den Stabilisierungsversuchen. Ist der Weg nach unten frei?

Expertenmeinung: In diesem Chartbild ja. Aber wie eingangs erwähnt gilt das nur für diesen nicht bereinigten Chart. Am 21. März 2017 hatte es eine Kapitalerhöhung gegeben. Wenn man die so berücksichtigt, dass man den Aktienkurs um diese Kapitalmaßnahme „bereinigt“, indem man alle Kurse vor diesem 21. März um den die Kapitalerhöhung ausmachenden Faktor von 0,8925 korrigiert, liegt das bisherige Allzeittief vom 30. September 2016 nicht bei 9,89, sondern bei 8,83 Euro. Viele Marktteilnehmer nutzen Charts, in denen solche Kapitalmaßnahmen bereinigt werden, daher darf man davon ausgehen, dass dieser Punkt, diese 8,83 Euro, als allerletzte Haltemarke wahrgenommen wird. Ob sie aber verteidigt wird, ob da Käufer antreten, die die Bank angesichts dieser Nachrichten, die wohl kaum negativer sein könnten, auf diesem Level als „Schnäppchen“ ansehen, ist eher fraglich. Diese Aktie ist jetzt zu einem „fallenden Messer“ geworden. Da einfach auf Verdacht hinein zu greifen, kann ebenso böse Blessuren nach sich ziehen wie der Versuch, diesem Kurssturz jetzt erst mit Short-Trades hinterherzulaufen. Wer charttechnisch orientiert agiert, wäre hier ohnehin bereits auf der Short-Seite dabei, so betrachtet wäre als einzige Maßnahme für den Moment empfehlenswert, den Stop Loss Short zur Absicherung der Gewinne zunächst in einen Bereich knapp über dem gestrigen Tageshoch von 10,01 Euro nachzuziehen.

Chart vom 31.05.2018, Kurs 9,157 Euro, Kürzel DBK

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