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VTG: Waggon gefällig?

Wer sich mit den sogenannten „Small Caps“ nicht so sehr beschäftigt oder nicht ab und an einen Kesselwagen oder einen Spezialwaggon für Schwertransporte braucht, könnte die in Hamburg ansässige, im SDAX notierte VTG womöglich nicht kennen. Wer sie hingegen nicht nur kennt, sondern auch die Aktie des Unternehmens im Depot hat, kann sich seit knapp drei Monaten über kräftige Kursgewinne freuen. VTG ist ein Logistik-Dienstleister, konkret hat das Unternehmen den größten Waggon-Fuhrpark Europas außerhalb der staatlichen Eisenbahngesellschaften und wohl für so ziemlich jede Transport-Problematik auf der Schiene eine Lösung. Und mit dem Wachstum steigt bei VTG der Umsatz und, weil man mit steigender Nachfrage auch gute Preise durchsetzen kann, der Gewinn erst recht. Auf Basis der Berechnung als EBITDA, d.h. als Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen, legte der Gewinn im ersten Quartal 2018 um gut 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Und die die Aktie beobachtenden Analysten sind mehrheitlich der Ansicht, dass sich die Ausweitung der Gewinnmarge noch eine Zeitlang fortsetzen kann. Kann man da noch auf den hier ja durchaus passenden, „fahrenden Zug“ aufspringen?

Expertenmeinung: Da dürften sich die Geister scheiden. Charttechnisch präsentiert sich VTG perfekt bullisch. Aber was die Bewertung angeht, darf man schon konstatieren: Niedrig bewertet wäre diese Aktie derzeit nun wirklich nicht. Um hier zu einem günstigen Bewertungsniveau zum Zuge zu kommen, wäre es besser, eine ordentliche Korrektur abzuwarten, die gerne auch deutlicher unter 50 Euro führen dürfte. Die Frage ist indes, ob es auch dazu kommt, denn genau dort, um 50 Euro, ist die Aktie vergangene Woche durchgestartet. Und damit an einem Punkt, der für den Anlauf auf neue Hochs perfekter nicht sein könnte. Sie sehen, dass VTG im November und im Januar knapp über 50 Euro markante Zwischenhochs ausbildete. Diese Hürde überwand die Aktie bereits im Vorfeld der am 17. Mai präsentierten Quartalsbilanz. Kurz darauf, zu Beginn der vergangenen Woche, setzten Gewinnmitnahmen ein, die aber genau auf Höhe einer markanten Kreuzunterstützung aus diesen zuvor überwundenen Hochs, der 20-Tage-Linie und der April-Aufwärtstrendlinie aufgefangen wurden, was am Freitag zu neuen Käufen und am Montag zu einem neuen Rekordhoch führte. Damit wird der Bereich zwischen 50 und 51 Euro zu einer charttechnischen Schlüsselzone. Solange diese hält, wäre VTG in jedem Fall haltenswert. Für einen Neueinstieg erscheint hier der Zug momentan aber abgefahren zu sein, da sollte man sich besser ein wenig in Geduld üben … die sich aber angesichts dieser grundsätzlich hochinteressanten Aktie lohnen sollte.

Chart vom 28.05.2018, Kurs 56,10 Euro, Kürzel VT9

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