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Euro Stoxx 50: In Kürze rabenschwarz statt rosarot?

Seit vier Handelstagen ist es vorbei mit der Goldgräberstimmung, die den europäischen Aktienmarkt Ende März/Anfang April erfasst hatte und den Eindruck erweckte, dass die letzten Hochs des europäischen Leitindex Euro Stoxx 50 schnell erreicht, womöglich überwunden werden könnten. Und das durch den Rückenwind eines den Export wieder aus der Währungs-Fessel lassenden, sinkenden Euro. Und damit womöglich nicht einmal zusammen mit, sondern gegen den Trend der Wall Street. Man mutmaßte, nicht zu Unrecht, dass der politische Brechstangen-Kurs der US-Regierung die USA in Schwierigkeiten bringen würde, von denen Europa profitieren könnte. Vorausgesetzt, man rückt dort enger zusammen, tritt z.B. den Drohungen der USA in Bezug auf Handelsbarrieren entschlossen und vor allem geschlossen entgegen. Der Euro sinkt zwar weiter. Aber was ein geschlossenes Europa angeht, das den USA Paroli bieten könnte, sieht man auf einmal rabenschwarz statt rosarot.

Und das könnte bald auch für den Euro Stoxx 50 gelten, denn dass am Montag der Versuch, die am Freitag noch einigermaßen gehaltene 200-Tage-Linie zu verteidigen, sehr deutlich scheiterte, ist nicht gerade eine ideale Vorlage dafür, die jetzt angesteuerte Unterstützungslinie um 3.470 Punkte zu halten. Und das basiert vor allem darauf, dass die Marktteilnehmer den weiter sinkenden Kurs des Euro, vor allem zum US-Dollar, jetzt vor allem als Reaktion auf beginnende Turbulenzen am europäischen Anleihemarkt ansehen – und damit negativ werten.

Chart vom 28.05.2018, Kurs 3.482,64 Punkte, Kürzel ESTX50

Dort kommt erheblicher Verkaufsdruck bei italienischen und spanischen Anleihen auf. In Italien gibt es zwar erhebliche Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung, aber man rechnet damit, dass die neue Regierung der EU in jedem Fall ernste Probleme bereiten wird. Und in Spanien steht ein Misstrauensvotum gegen den Regierungschef Rajoy ins Haus, auch da weiß man nicht recht, wie es weitergeht. Das führt zu Abgaben bei den Anleihen beider Länder – und zur Sorge, dass die Unruhe auch auf den Aktienmarkt übergreift. Was damit zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung wird, denn um möglichem Druck zu entgehen, werden Eurozone-Aktien verkauft – und so entsteht eben dieser Druck tatsächlich.

Noch ist die derzeit bei 3.519 Punkten verlaufende 200-Tage-Linie nicht so deutlich unterboten, dass man sie nicht schnell zurückerobern könnte. Noch hält die oben erwähnte Supportzone um 3.470 Punkte. Aber würde sie brechen, würde das mit ein wenig Phantasie erkennbare Szenario einer „hängenden“, großen Schulter-Kopf-Schulter-Formation mit zwei Köpfen, die man im Chart auf Wochenbasis ausmachen könnte, greifbarer. Ein schwacher Tag kann jetzt reichen, um im Euro Stoxx 50 eine kurzfristige Trading-Chance auf der Short-Seite entstehen zu lassen.

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