Börsenblick

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S&P 500: Da stimmt doch was nicht …

Es ist zwar richtig, dass die Wahrnehmung der Aktivitäten der US-Regierung in den USA selbst mit Masse weitaus weniger kritisch ist als in Europa, weil die Medien anders berichten. Aber so ganz unproblematisch kann es nicht einmal eher Trump-positiv eingestellten Investoren vorkommen, dass man im Weißen Haus die Schlagzahl hinsichtlich der Konflikte mit dem Rest der Welt noch erhöht hat. Alleine in den letzten Wochen haben die USA einseitig das Iran-Atomabkommen gekündigt, die NAFTA-Verhandlungen weiter erschwert, das Treffen Trumps mit Kim Jong Un abgeblasen, die bisherigen Verhaltungsergebnisse mit China nach erster Zustimmung auf einmal als nicht ausreichend und neu zu verhandeln tituliert und die nötigen Schritte auf den Weg gebracht, um ggf. europäische Autoimporte in die USA im Namen der nationalen Sicherheit mit Strafzöllen zu blockieren. Das dürfte nur wenigen als „konsequentes Aufräumen“ erscheinen. Auch an der Wall Street wird der Mehrheit völlig klar sein, dass die US-Regierung sich verzettelt, die bislang ausgebliebenen Erfolge beim Wachstum mit der Brechstange erzwingen will und damit tendenziell gegen die Wand laufen dürfte. Auf den ersten Blick wirkt der S&P 500 zwar, als sei man wieder optimistisch, die Zuversicht wiederbelebt und der Weg nach oben frei. Aber auf den zweiten Blick bekommt man den Eindruck: Da stimmt doch was nicht?

Expertenmeinung: Bereits am 10. Mai gelang der Anstieg über die über das bisherige Allzeithoch und das Zwischenhoch vom März konstruierbare Abwärtstrendlinie, zugleich wurde dadurch das Monatshoch des April bezwungen. Der Weg nach oben war frei … aber seither ist von einem befreiten Auftritt der bullischen Akteure nichts zu sehen. Elf Handelstage nach diesem charttechnisch positiven Signal beträgt der Anstieg des Index, gerechnet vom Schlusskurs dieses 1. Mai: null! Es kommt keinerlei Momentum auf, der Trendfolgeindikator MACD neigt sich bereits wieder in Richtung seiner Signallinie. Der Eindruck, dass die Käufe zuvor vor allem Defensiv-Aktionen waren, die, wie schon in den Wochen zuvor, vor allem darin motiviert waren, einen Sicherheitsabstand zur wichtigen, bereits dreimal getesteten 200-Tage-Linie zu schaffen, weil man weiß, dass die einem vierten Test wohl kaum würde standhalten können, verfestigt sich damit. Dass diese Defensiv-Käufe Widerstandslinien überwinden und die Anschlusskäufe trotzdem ausbleiben, macht deutlich, dass die nächste Verkaufswelle nur eine Frage der Zeit sein dürfte, denn das Umfeld ist alleine durch die hohen Renditen am Anleihemarkt und den nach und nach weiter steigenden US-Dollar auch ohne die Aktionen der US-Regierung ungemütlich genug. Zwar wäre ein bärisches Signal erst gegeben, wenn der S&P 500 die 200-Tage-Linie bei 2.634 und die mittelfristige Aufwärtstrendlinie bei derzeit 2.606 Punkten durchschlagen würde. Aber wirklich weit wäre der Weg dorthin ja nicht.

Chart vom 25.05.2018, Kurs 2.721,33 Punkte, Kürzel SPX

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