Börsenblick

Zurück Juli Weiter
Zurück 2018 Weiter

Brent Crude Oil: Noch ist das nur ein Rücksetzer

Ein Minus von drei Prozent zum Wochenschluss, das nicht nur die gesamte Handelswoche negativ färbte, sondern auch das Plus der vorangegangenen Woche komplett eliminierte … und das auch noch, nachdem Brent Crude Oil zuvor die runde Marke von 80 US-Dollar erreicht hatte und dort offenbar auf Abgabedruck stieß: Das wirkt, als wäre diese Rohöl-Hausse vorbei. Aber das muss keineswegs sein, noch sehen wir hier nichts anderes als einen Rücksetzer, der den Kurs knapp unter die 20-Tage-Linie als nächstgelegene charttechnische Unterstützung geführt hat. Diese 20-Tage-Linie fungiert schon seit vergangenem Sommer als Leitstrahl des Aufwärtstrends. Und Sie sehen im Chart: Ein leichtes Unterbieten dieser Linie ist in dieser Zeit mehrfach aufgetreten, ohne dass das ausgereicht hätte, um den Trend zu brechen, ausgenommen einmal, im Februar. Eine nennenswerte Korrektur, deren Ziel die Kreuzunterstützung aus der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie und den Monatshochs vom Januar und März im Bereich 69/70 US-Dollar wäre, bräuchte Argumente. Argumente, die die bullischen Akteure, die in den letzten Monaten wenig zu fürchten hatten, auf die Gegenseite bringen würde. Gibt es die?

Expertenmeinung: Der aktuelle Abgabedruck basiert auf der durch Aussagen des russischen Ölministers geschürten Erwartung, dass die OPEC bei ihrem nächsten Treffen im Juni die Fördermengenbegrenzung lockern könnte. Denkbar wäre das allemal, denn während die OPEC-Länder dadurch zu einem deutlich Anstieg der Ölpreise beitrugen, profitierten davon vor allem die Nicht-OPEC-Staaten wie die USA, die ihre Förderung immer weiter ausbauten und damit die steigenden Preise voll mitnehmen konnten. Aber ob eine OPEC-Lockerung die Angebotslage deutlich verändert, ist fraglich. Gerade der Anstieg der US-Ölförderung bei zugleich nicht den vorherigen, optimistischen Erwartungen entsprechendem Weltwirtschaftswachstum hätte eine solche Rohöl-Hausse auch bisher nicht unterstützt. Es waren vor allem Spekulationen, zuletzt hinsichtlich einer Zuspitzung der Lage in Nahost und daraus resultierender Ausfälle beim Angebot, die den Kurs immer höher trieben. Der Vorteil der Bullen in solchen Situationen: Solange es nicht wirklich zu einer solchen Zuspitzung kommt, kann man immer weiter kaufen, mit dem Argument, dass eben diese Zuspitzung ja noch kommen könnte. Kurz: Die Argumente sind dehnbar, man dürfte sich weder darüber wundern, dass Brent Crude auf einmal doch deutlich über 80 US-Dollar hinaus schießen würde noch über einen schnellen Selloff in die Zone 69/70 US-Dollar. Sollte Brent Crude Oil mit Schlusskursen unter 75 US-Dollar deutlicher unter das Tagestief des Freitags fallen, würde sich die Wahrscheinlichkeit eines nennenswerten Rücksetzers klar erhöhen. Bis dahin aber bleibt den Bullen die Chance, aus dieser Konstellation heraus erneut anzugreifen und dabei neue Hochs zu markieren.

COIL_2018_05_28

Auch interessant:

DAX am Scheideweg: Erholung oder Kursabfall? | LYNX Marktkommentar
Kommt das Ende der Hausse? So stellen Sie Ihr Depot richtig auf - Interview mit Georg Oehm
Wie findet man unterbewertete Aktien? Interview mit Ulrich W. Hanke | LYNX fragt nach
Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN