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Bayer: Was kommt nach der Dividende?

Die Bayer AG mit Sitz in Leverkusen einer der führenden Akteure in den Bereichen Pharma- und Chemie. Nach eigenem Verständnis ist man ein Life-Science-Unternehmen mit Kernkompetenz in den Bereichen Gesundheit und Agrarwirtschaft.
Der Konzern ist in die Segmente Pharmaceuticals, Consumer Health sowie Crop Science und Animal Health gegliedert. Die Kunststoffsparte Covestro, mit einem Jahresumsatz von über 14 Mrd. Euro, wurde 2015 abgespalten und notiert inzwischen eigenständig an der Börse.

Bayer bietet ein breites Spektrum an Produkten in den Bereichen Pharma und Biotech sowie Präparate zur Behandlung von Tierkrankheiten an. Das bekannteste Produkt in diesem Bereich ist das Schmerzmittel Aspririn. Der Entwicklungsschwerpunkt neuer Medikamente liegt auf den Bereichen der Krebs- und Herzerkrankungen, sowie auf Diabetes.

Der Fokus von Bayer CropScience liegt bei Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln sowie in der Saatgutentwicklung. Durch die Übernahme des US-Konzerns Monsanto soll eine weltweit führende Position erreicht werden.

Die Konzerntochter Covestro wurde im Oktober 2015 an die Börse gebracht. Die Bayer AG ist noch mit rund 7 % an dem Unternehmen beteiligt. Covestro ist ein führender Anbieter von innovativen Lacken, Kleb- und Dichtstoffen sowie weiteren hochwertigen Werkstoffen wie z.B. Polycarbonat und Polyurethan.

Schwacher Jahresauftakt

Ohne die Ausgliederung von Covestro ist der Umsatz in den letzten Jahren von 32,9 auf über 49 Mrd. Euro geklettert. Gleichzeitig hat sich die Profitabilität deutlich verbessert. Die operative Marge legte von 10,8 auf 17,4% zu, was zu einem überproportionalen Anstieg des Gewinns führte. Das Ergebnis je Aktie hat sich von 2,09 auf 8,41 mehr als vervierfacht und hat im zurückliegenden Jahr ein neues Rekordniveau erreicht.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2018 war die Entwicklung erneut von negativen Wechselkurseffekten überlagert.
Doch auch um Wechselkurse bereinigt, lag das Wachstum lediglich bei 2,0%. Real wurde ein Rückgang um 5,6% auf 9,1 Mrd. Euro erzielt. Das EBITDA vor Sondereinflüssen lag währungsbereinigt auf dem Niveau des Vorjahresquartals.

Wie sieht der Ausblick aus?

Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde allerdings bestätigt. Der Umsatz soll weiterhin im „unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich“ und das EBITDA im „mittleren einstelligen Prozentbereich“ zulegen.
Die Zahlen berücksichtigen die Übernahme von Monsanto nicht. Dieses Thema schwebt weiterhin über dem Konzern und wird von den Anlegern mit Skepsis betrachtet. Eine ausführliche Einschätzung zu diesem Thema, finden Sie im meiner letzten Analyse.

Für das laufende Geschäftsjahr wird ein nahezu unveränderter Gewinn von 6,65 je Aktie erwartet. Im Vorjahr wurden 8,41 Euro erzielt, um Sondereinflüsse bereinigt waren es jedoch 6,74 Euro. Erst die Übernahme von Monsanto wird wohl wieder zu stärker steigenden Gewinnen führen.
Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass das KGV nicht allzu hoch ausfällt. Es ist sowohl für das zurückliegenden als auch das laufende Jahr knapp über 15. Die Dividendenrendite liegt bei 2,7%.

Charttechnischer Ausblick

Die Aktie von Bayer hat sich zuletzt positiv entwickelt. Ende März zeigte der Wert plötzlich relative Stärke und wie erwartet konnte die Aktie anschließend von 90 auf 105 Euro deutlich zulegen. Das erste Kursziel wurde somit punktgenau abgearbeitet.
Heute eröffnete der Wert nach einem Dividendenabschlag jedoch schwächer. Der Kursrückgang ist erfreulicherweise aber geringer, als die Dividende selbst.
Übergeordnet sieht es also weiter gut aus, Bayer zeigt erneut relative Stärke und könnte zeitnah wieder in Richtung 105,00 Euro zulegen. Darüber wäre Platz bis an das zweite Kursziel bei 110,00 Euro.
Antizyklische Einstiegsgelegenheiten würden sich bei 99,50 und 95,00 Euro ergeben.

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