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Hochtief bricht direkt aus

Hochtief zählt zu den weltweit führenden Baukonzernen. Mit einem Auslandsanteil von 95 % am Umsatz ist das im Jahr 1873 gegründete Unternehmen aus Essen sehr international ausgerichtet. In den USA beispielsweise ist der Konzern über das Tochterunternehmen Turner führend im Hochbau, während die US-Tochter Flatiron zu den wichtigsten Anbietern im Straßenbau gehört. Seit 2011 ist der Hochtief-Konzern mehrheitlich im Besitz der spanischen ACS-Gruppe.

Der Schwerpunkt des Unternehmensgeschäfts liegt auf Hoch-, Tief- und Ingenieurbau sowie auf dem PPP-Geschäft (Public Private Partnership). Realisiert werden vor allem komplexe Infrastrukturprojekte in den Bereichen Verkehr und Energie sowie soziale und urbane Infrastruktur oder Projekte im Minengeschäft. Zu den Leistungen von Hochtief gehören zudem Entwicklung und Betrieb von Immobilien und Anlagen.

Die Gewinne sprudeln, oder?

Das Geschäft von Hochtief ist seiner Natur nach ein Zyklisches und dieser Umstand lässt sich auch an den Unternehmenszahlen ablesen. In Krisenzeiten geht die Bauaktivität zurück und dementsprechend sinkt der Umsatz des Konzerns.
Man sollte also erwarten, dass es gerade nach einer Krise wie 2008 und 2009 zu einem deutlichen Umsatzwachstum kommt. Hier enttäuscht Hochtief aber eher. Die Einnahmen sind in den letzten zehn Jahren zwar von 18,7 auf 22,6 Mrd. Euro gestiegen, das Hoch wurde jedoch 2012 mit über 25,5 Mrd. Euro erreicht. Seitdem stagniert man eher.
In der jüngeren Vergangenheit konnte im Gegenzug die Profitabilität deutlich verbessert werden und die operative Marge stieg von 1,8 auf 3,2%. Aber auch hier wurde der Peak bereits 2010 mit 3,5% erreicht.

Wie sieht die Bewertung aus?

Hochtief überzeugt auf der anderen Seite mit einem freien Cashflow von über 1,0 Mrd. Euro und wieder steigenden Gewinnen. Das Ergebnis je Aktie lag im vergangenen Jahr bei 6,55 nach 4,98 Euro zuvor und soll im laufenden Geschäftsjahr auf 7,60 Euro zulegen.
Der Konzern kommt somit auf ein KGV von 24 und ein KGVe von 20,7. Die Dividendenrendite liegt bei 2,6%.

Die Entwicklung ist auf allen Ebenen unstetig. In einer anhaltenden wirtschaftlichen Expansion und bei diesem Immobilienmarkt sollten die Zahlen einfach besser ausfallen. Denn die nächste konjunkturelle Flaute kommt mit Sicherheit.
Aus fundamentaler Sicht ergibt sich daher ein gemischtes Bild. Die Bewertung ist im Kern eine Wette auf das weltweite Wirtschaftswachstum und nur zu rechtfertigen, wenn die Expansion noch über Jahre hin anhält.

Charttechnischer Ausblick

Die Aktie ist übergeordnet bullisch und die Aufwärtstrends sind intakt. Nach einer längeren Konsolidierung scheint Hochtief wieder Fahrt aufnehmen zu wollen.
Kann der heutige Ausbruch über 155,00 Euro per Tagesschluss bestätigt werden, kommt es zu einem bedeutenden Kaufsignal. Im besten Fall schließt die Aktie direkt über 157,50 Euro, um alle Zweifel zu beseitigen.
In diesem Fall ergäbe sich direktes Potenzial in Richtung 162,50 und darüber bis 172,50 Euro.

 

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