Börsenblick

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Deutsche Bank: Keine Reue, keine Käufe!

Dass alleine die wechselnden Vorstandsvorsitzenden für die Misere der Deutschen Bank verantwortlich sind, für eine gefühlt endlos dauernde und weiterhin ziel- und hilflos wirkende Restrukturierung, glaubt niemand. Den Aufsichtsrat trifft hier ebenso Verantwortung. Seit Wochen und Monaten wartete man daher auf den gestrigen Tag: Auf den Tag der Hauptversammlung, an dem sich der Aufsichtsrat und dessen Vorsitzender Achleitner erklären würden. Ein Minus von 4,78 Prozent, das die Deutsche Bank am Ende des Handelstages hinnehmen musste, machte schon deutlich: Von Reue war da nichts zu hören. Aufsichtsratschef Achleitner versuchte, die Probleme auf eine „lockere“ Ebene zu tragen, machte den einen oder anderen Scherz und zeigte keinerlei Drang, eigene Verantwortung zuzugeben bzw. auch im Aufsichtsrat Konsequenzen zu ziehen. Genau das hatten viele auch große Investoren im Vorfeld aber gefordert. Es blieb aus – und die Käufe auf Basis eines gefühlten Neuanfangs bzw. eines spürbaren Rucks, der durch das Unternehmen gehen könnte, ebenso. Erneute Stellenstreichungen, die im Zuge der Hauptversammlung angekündigt wurden, wirkten nur, als würde man weitermachen wie immer: indem reagiert statt agiert wird, nach dem „Versuch-und-Irrtum“-Prinzip.

Expertenmeinung: Dieser Tag wurde zum Waterloo derer, die gehofft hatten, dass man jetzt endlich die Kurve kriegen werde. Und zu einem äußerst verheißungsvollen Tag für diejenigen, die hier bereits Short sind oder auf eine entsprechende Chance lauern. Denn das bisherige Tief der Aktie, das Ende September 2016 bei 9,89 Euro markiert wurde, ist mit dieser herben Enttäuschung des Donnerstags in Schlagdistanz geraten. Damals stiegen die Anleger wieder ein, weil sie auf einen Aufbruch hofften. Jetzt wissen sie, dass ihre Hoffnungen enttäuscht wurden. Ein Bruch dieser Linie würde somit nicht nur aus charttechnischer Sicht, sondern auch in Bezug auf die Erwartungen an baldige, nachhaltige Verbesserungen bedeuten: erst einmal freie Bahn nach unten!

Chart vom 24.05.2018, Kurs 10,38 Euro, Kürzel DBK

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